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Britt-Marie war hier

OriginaltitelBritt-Marie var här
AlternativBritt-Marie Was Here; Britt Marie war hier
GenreDrama
Land & Jahr Schweden 2019
FSK & Länge ab 0 Jahren • 97 min.
KinoDeutschland
AnbieterProkino Filmverleih
Kinostart13.06.2019
RegieTuva Novotny
DarstellerVera Vitali, Pernilla August, Peter Haber, Olle Sarri, Mahmut Suvakci, Malin Vulcano
Homepage http://www.britt-marie.de
Links IMDB
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenTrailerGalerieDVDsbewerten

Frau hat auch im Alter ein Recht auf Glück

40 Jahre lang war Britt-Marie (Pernilla August) zufrieden, sie tat alles, damit das Essen für ihren Mann Kent (Peter Haber) pünktlich auf dem Tisch stand und das Haus blitzte. Freiwillig hatte sie mit der Eheschließung den Job aufgegeben und war ganz in ihrer Rolle als Hausfrau aufgegangen.

Doch nun, mit 63, steht sie vor einem Scherbenhaufen. Kent hatte einen Herzinfarkt und im Krankenhaus steht seine Geliebte an seiner Seite. Nicht dass sie nichts von seinen Seitensprüngen wusste, aber jetzt ist Schluss. Britt-Marie packt ihre Koffer, kehrt dem Puppenheim und der langweiligen Routine ihres Alltags den Rücken und sucht Arbeit. Der einzige Job für eine Frau ihres Alters führt nach Borg, eine gottverlassene Kleinstadt. Dort soll sie das örtliche Freizeitzentrum leiten und die Fußballmannschaft der Kinder trainieren. Britt-Marie hasst jedoch nichts so sehr, wie die Jagd nach dem runden Leder.

Die kinderlose Britt-Marie nimmt die Herausforderung an, die ehrgeizigen Kinder zu trainieren, die von einer Profikarriere träumen. Über die Beobachtung der Heranwachsenden fragt sie sich, was aus den eigenen Ambitionen wurde und warum sie unter einem Putzfimmel leidet. Sie spürt bald wieder Schmetterlingsgefühle, denn Polizist Sven (Anders Mossling) macht ihr unverkennbare Avancen. Als Noch-Ehemann Kent auftaucht, muss sie sich entscheiden, ob sie in ihr bisheriges Leben zurückkehrt, in Borg bleibt oder einen alten Traum verwirklicht.
Regisseurin Tuva Novotny hat sich als Schauspielerin in Filmen wie "Eat, Pray, Love" oder "Borg/McEnroe" einen Namen gemacht hat. Sie steht hinter der Adaption des Romans von Fredrik Backman. Dessen Roman "Ein Mann namens Ove" wurde zuletzt bereits verfilmt. Die Romane und Filme eint, dass sie die Lebensrealität von Menschen jenseits der 60 thematisieren, die sich in ein Schneckenhaus zurückgezogen haben, ihre Macken pflegen und bei ihren Mitbürgern als Kratzbürste gelten. Sowohl Ove als auch Britt-Marie finden aus der Sackgasse durch die Begegnung mit Jüngeren zurück zu eigenem Glück und Selbstbestimmung. Dabei überwinden sie ihre Angst vor dem Alleinsein im Alter, die viele Paare zusammenhält.

Auch künstlerisch haben beide Filme vieles gemein, sie eint der feinsinnige, eher zurückhaltend skurrile skandinavische Humor, der zum Pragmatismus der Figuren passt. Insgesamt ist dieser Film aber weniger bissig als "Ein Mann namens Ove", Tuva Novotny schlägt eher freundliche, stets auf Versöhnung bedachte Töne an. Das verleiht dem Film, neben den stimmigen Figuren, denen allen die Sympathie der Regisseurin gehört, ein hohes Maß an Authentizität.

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