When They See Us - 2019 | FILMREPORTER.de
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When They See Us

OriginaltitelWhen They See Us
AlternativCentral Park Five (Arbeitstitel)
GenreTV-Mehrteiler
Land & Jahr USA 2019
KinoDeutschland
AnbieterNetflix
Kinostart31.05.2019
RegieAva DuVernay
DarstellerJovan Adepo, Reginald L. Barnes, Asante Blackk, Marsha Stephanie Blake, Kylie Bunbury, Chris Chalk
Links IMDB
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Verfilmung eines Justizskandals in den USA

Im Zentrum von Ava DuVernays Mehrteiler "When They See Us" steht das Schicksal der Jugendlichen Antron McCray (Caleel Harris, Jovan Adepo), Kevin Richardson (Asante Blackk, Justin Cunningham), Yusef Salaam (Ethan Herisse, Chris Chalk), Raymond Santana (Marquis Rodriguez, Freddy Miyares) und Korey Wise (Jharrel Jerome). Die fünf afroamerikanischen jungen Männer aus Harlem werden unschuldig verhaftet und verurteilt. Der Grund: Sie sollen im New Yorker Central Park die 28 Jahre alte weiße Joggerin Trisha Meili (Alexandra Templer) vergewaltigt haben.

Antron, Kevin, Yusef, Raymond und Korey werden 1990 für schuldig befunden und jeweils zu einer mehrjährigen Gefängnisstrafe verurteilt. Jahrelang kämpfen sie für den Nachweis ihrer Unschuld. Es sollen jedoch 13 Jahre vergehen, bis alle fünf ihre Namen wieder reingewaschen haben. Mit der wiedergewonnenen Freiheit wollen sie sich jedoch nicht begnügen. Sie holen 2003 zum Gegenschlag aus und verklagen die Stadt New York auf Schadenersatz.
Mit "When They See Us" hat sich die preisgekrönte Filmemacherin Ava DuVernay ("Selma") eines der größten Justizskandale in der Geschichte der USA angenommen. Der so genannte Central Park Jogger-Fall markiert kein individuelles Versagen des Justizsystems in den USA. Er zeugt vielmehr für den anhaltenden Rassismus, der sich in allen gesellschaftlichen Instanzen des Landes gehalten hat. Dass die fünf Männer 2003 die Stadt New York unter anderem wegen rassistisch motivierter Diskriminierung verklagen, spricht für diese ernüchternde Diagnose. Dass DuVernay die Geschichte in den Mittelpunkt ihres sozialkritischen Vierteilers stellt, ist ein Indiz für die Kontinuität des systemischen Rassismus in Amerika.

Einen traurigen Höhepunkt erreicht das Phänomen in den 2010er Jahren mit der offensichtlich rassistisch motivierten Polizeigewalt im Land. Als Reaktion darauf kommt es immer wieder zu Protesten gegen die Diskriminierung und für die Gleichstellung. Auch viele sozial engagierte Filmemacher greifen das Thema auf, indem sie gerne anhand bezeichnender Kapitel aus der Geschichte der USA auf die gegenwärtige Lage verweisen - darunter DuVernay mit "Selma", Steve McQueen mit "12 Years a Slave" und Jeff Nichols mit "Loving".

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