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Marie Curie - Elemente des Lebens ("Radioactive", 2019)

Marie Curie - Elemente des Lebens

Originaltitel
Radioactive
Alternativ
Radioactive - Wie Marie Curie die Welt veränderte
Genre
Biographie, Romanze
Land /Jahr
2019
 
103 min, ab 12 Jahren (fsk)
Medium
Kinofilm
Kinostart
16.07.2020 ( Kino Deutschland | Kino Schweiz | Kino Österreich ) bei StudioCanal Germany
Regie
Marjane Satrapi
Darsteller
Rosamund Pike, Yvette Feuer, Mirjam Novak, Ralph Berkin, Sam Riley, Simon Russell Beale
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IMDB
|0  katastrophal
brilliant  10|
4,0 (Filmreporter)
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Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenTrailersGalerieDVDsbewerten
Etwas konventionell inszeniertes Biopic
Marie Skłodowska (Rosamund Pike) will nur noch weg. Raus aus der Enge des vom russischen Zaren beherrschten Russlands. Sie will raus aus der engen Wohnung und weg von den fehlenden Möglichkeiten, ihrer Mutter zu helfen und als Frau Karriere zu machen. Deshalb zieht sie im Jahr 1891 nach Paris. Hier will sie ihren Abschluss in Chemie und Physik machen. Doch auch hier erfährt sie täglich Vorbehalte gegenüber Wissenschaftlerinnen. Die Hochschule verweigert der brillanten Denkerin die verdiente Anerkennung und ein adäquates Forschungslabor.

Den Weg ebnet ihr dann schließlich doch ein Mann. Pierre Curie (Sam Riley) betet sie geradezu an. Die beiden werden ein Paar bekommen zwei Töchter. Sie forschen fortan gemeinsam. 1897 beginnt Marie mit der Erforschung radioaktiver Substanzen. Dabei entdeckt sie die radioaktiven Elemente Polonium und Radium. Bald zeigen sich erste Anzeichen der Strahlenkrankheit, die sich Marie durch den ungeschützten Umgang mit der gefährlichen Strahlung zugezogen hat.

Den Ruhm streicht ihr Mann ein, er wird von der Schwedischen Akademie mit dem Nobelpreis für Physik ausgezeichnet. Erst Jahrzehnte später wird das Unrecht korrigiert und Marie Curie als erste Frau mit dem begehrtesten Wissenschaftspreis ausgezeichnet. Dazwischen liegen zahlreiche Höhen und Tiefen des Lebens einer überaus engagierten und starken Frau. Nach dem frühen Tod von Pierre schlägt sich Marie alleine durch. Als sie eine Affäre mit einem Assistenten beginnt, der zudem verheiratet ist, kocht die antisemitische, sexistische und ausländerfeindliche Seele der Franzosen hoch.
Die bekannten Fakten des Lebens von Marie Curie mischt Regisseurin Marjane Satrapi zu einem Biopic, in dem Curie als selbstbewusste bisweilen gar halsstarrige Frau gezeichnet wird, die um ihre Gleichberechtigung kämpft und dabei alles der eigenen Karriere und der Forschung unterordnet. Dabei stützt sie sich auf die Graphic Novel "Radioactive: Marie & Pierre Curie: A Tale of Love and Fallout" von Lauren Redniss.

Wie meist bei Biografien bekannter Persönlichkeiten, die ein ganzes Leben abdecken, sind die bekannten Fakten brav aneinander gereiht und bebildert. Neuigkeiten aus dem Leben Marie Curies gibt es nicht. Ärgerlich ist dabei vor allem, wie die Regisseurin den heute noch aktuellen Aspekt verschenkt: Die Nutzung ihrer Forschung.

Immer wieder unterbricht sie die Handlung, um kurz an die friedliche Nutzung der Strahlen bei jeder Röntgenuntersuchung zu erinnern. Aber auch an den Missbrauch durch die Atombombenabwürfe in Hiroshima und Nagasaki sowie den Unfall des AKW in Tschernobyl, der auf menschliches Versagen zurückzuführen ist. Das wirkt doch arg didaktisch.

Die Erkrankung von Marie Curie wird nur am Rande gestreift. Entweder verdrängte sie selbst die damals unbekannte Krankheit, für die es keinerlei Behandlungsansätze gab. Oder die Regisseurin interessiert sich eher für den schweren Kampf einer Frau um ihren Platz im Leben und den Umgang mit Fremden in der Gesellschaft.
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Videoclip:
Haupttrailer zum Biopic über die geniale Wissenschaftlerin Marie Curie, die sich nicht nur der... 
Erster Teasertrailer zum Biopic von Wissenschaftlerin Marie Curie. 
Galerie:
Die bekannten Fakten des Lebens von Marie Curie mischt Regisseurin Marjane Satrapi zu einem Biopic.
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2021