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Hitlerjunge Salomon

Europa, Europa

OriginaltitelHitlerjunge Salomon
GenreDrama
Land & Jahr Deutschland/Frankreich 1989 bis 1990
FSK & Länge ab 12 Jahren • 113 min.
KinoDeutschland
AnbieterJugendfilm-Verleih
Kinostart27.10.1991
RegieAgnieska Holland
DarstellerSalomon Perel, Andrzej Mastalerz, Delphine Forest, Nathalie Schmidt, Marta Sandrowicz, Michèle Gleizer
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Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenNewsDVDsbewerten

Salomon Perel (Marco Hofschneider), von allen Sally genannt, hat eine glückliche Kindheit. Das Glück hat ein abruptes Ende als der Schuldirektor vor ihm steht und ihn mit den Worten : "Juden haben an unserer Schule nichts mehr zu suchen" rauswirft. Die Perels erkennen die Gefahr, die ihnen als Juden in Nazideutschland droht. Sie fliehen kurz vor Beginn des Krieges ins polnische Lodz. Doch die Nationalsozialisten drängen schon über die Grenze, während der Besetzung werden die Brüder Sally und David (Piotr Kozlowski) von ihrer Familie getrennt. Alleine sollen sie sich in die UdSSR durchschlagen. Doch auch die Brüder verlieren sich bald aus den Augen. Sally wird aufgegriffen und landet in einem sowjetischen Waisenhaus. Nach dem Vorstoß der deutschen Truppen wird der Junge von Wehrmachtsoldaten aufgegriffen. In seiner Not gibt er sich ihnen gegenüber als "Volksdeutscher" aus, der von den "Bolschewiken" verschleppt wurde. Seine Geistesgegenwärtigkeit rettet ihm das Leben. Als Joseph Periel tritt er in den Dienst der deutschen Wehrmacht, wird nach einiger Zeit sogar nach Berlin auf eine Nazi-Eliteschule geschickt. Um dem KZ zu entgehen, muss 'Joseph' das Versteckspiel bis zum bitteren Ende durchhalten. Doch tagtäglich droht seine 'Tarnung' aufzufliegen ...
"Hitlerjunge Salomon" fesselt und rührt den Zuschauer zugleich. Die Leistung des jungen Marco Hofschneider ist bemerkenswert, er stellt die Nöte und Todesangst des jungen Salomon äußerst überzeugend und nachvollziehbar dar. Einziges Manko des Films ist der Schluss. Salomon Perel trifft seine alten Kameraden aus der Hitlerjugend wieder. Fast geschmacklos wirkt es, wenn die greisen Männer in Gegenwart von Perel, der fast seine ganze Familie im Dritten Reich verloren hat, HJ-Lieder anstimmen. Salomon Perel verlässt dieses Wiedersehen, der Gesang wird immer leiser. Die Verfilmung des autobiographischen Romans von Salomon Perel wurde einem Golden Globe und einer Oscar-Nominierung ausgezeichnet.

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Bewertung
8,8
7,0 (Filmreporter)     
 (4 User)

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