Warner Bros. Pictures
Elvis (2022)

Elvis

Originaltitel
Elvis
Alternativ
Untitled Elvis Project; Untitled Elvis Presley Project
Regie
Baz Luhrmann
Darsteller
Austin Butler, Rufus Sewell, Dacre Montgomery, Olivia DeJonge, Maggie Gyllenhaal, Tom Hanks
Kinostart:
Deutschland, am 24.06.2022 bei Warner Bros. Pictures
Kinostart:
Österreich, am 24.06.2022 bei Warner Bros
Kinostart:
Schweiz, am 23.06.2022 bei Warner Bros. (Switzerland)
Genre
Biographie
Land
USA, Australien
Jahr
2022
FSK
ab 6 Jahren
Länge
159 min.
IMDB
IMDB
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brilliant  10|
8,0 (Filmreporter)
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Elvis-Biopic von Chicago-Regisseur Baz Luhrmann
Als Tom Parker (Tom Hanks mit Doppelkinn, falscher Nase und Bauch) Mitte der 1950er erstmals einen Musiker namens Elvis Presley (grandios: Austin Butler als sexy, androgyn angehauchter Star mit James-Dean-Touch) abrocken sieht, erkennt er das Juwel. Das Schicksal der beiden ist fortan eng miteinander verflochten. Der umtriebige Manager erinnert sich kurz vor seinem Tod an die spannende Zeit.

Er macht aus dem von der Musik der Schwarzen in seiner Heimatstadt Memphis geprägten jungen Mann einen Star, der die Frauen zum Kreischen und das konservative politische Establishment des Südens zum Schäumen bringt. Immer wieder geraten die beiden aneinander. Parker will aus Elvis einen unpolitischen All-American-Star formen, der ihm satte Gewinne bringt, der Künstler seine Kreativität ausleben und mit der Zeit gehen.
Auch für Nicht-Fans des King of Rock 'n' Rol ist das grandiose Epos ein Muss. Getragen von der Musik Elvis Presleys, geht das Risiko auf, die Karriere aus der Sicht seines egoistischen, nicht allzu sympathischen Managers zu erzählen. Regisseur Baz Luhrmann ("Chicago") packt dabei das Leben von Presley in drei Kapitel: Entdeckung und Aufstieg mit einem Rückblick auf die musikalischen Einflüsse in der Kindheit und Jugend, die späten 1960er Jahre bis zur legendären Weihnachtsshow unmittelbar nach dem Tod von Robert Kennedy und dessen späten Jahren im Goldenen Käfig von Las Vegas, in denen der Künstler von Medikamenten abhängig wurde. Er wurde ein Opfer des von Ärzten verordneten Beruhigungsmittelmissbrauchs, unter dem bis heute Millionen Amerikaner leiden.

Die Filmkarriere wird ebenso wie der Deutschland-Aufenthalt in der US-Army nur kurz gestreift. Hier verliebt sich Presley in seine Frau Priscilla (Olivia DeJonge), die große Liebe der beiden kann gegen die Macht von Parker und seinem System nicht bestehen. Elvis vereinsamt. Die Bühne wird sein Leben, wo er alles gibt. Das tut auch Austin Butler, der Betrachter möchte sich nicht ausrechnen, wie er sich nach etlichen Proben und Durchläufen der perfekt choreografierten Shownummern fühlte.

Diese tiefe Verneigung vor dem Künstler ist vor allem vom unbedingten Willen geprägt, auch großes, bildgewaltiges, opulentes und temporeiches Kino zu präsentieren und dabei alle künstlerischen Mittel auszuschöpfen. Das machen schon die ersten Szenen klar, fortan arbeitet der Regisseur eindrucksvoll mit Split Screen, schwarz-weißen dokumentarisch anmutenden Sequenzen und Tempoverlagerungen durch den Schnitt. So gelingt ihm ein Meisterwerk, das trotz seiner Länge niemals langweilt, das fesselt und den Zuschauer von der ersten Minute an reinzieht. Sicher einer der großen Oscar-Favoriten 2023.
Katharina Dockhorn/Filmreporter.de
Als Tom Parker erstmals einen Musiker namens Elvis Presley abrocken sieht, erkennt er das Potential des Rock 'n' Rolers.
 
Das grandiose Epos ist nicht nur für Fans des King of Rock 'n' Rol ein Muss.
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Austin Robert Butler in "Elvis" (2022)
2022