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Man from Beirut

Originaltitel
Blind
Genre
Krimi
 
Deutschland 2019
 
82 min, ab 16 Jahren (fsk)
Medium
Kinofilm
 
 
Kinostart
20.05.2020 ( D ) bei Filmwelt Verleihagentur
 
 
Regie
Christoph Gampl
Darsteller
Kida Ramadan, Blerim Destani, Susanne Wuest, James Biberi, Dunja Ramadan, Frederick Lau
Homepage
http://www.chappalingofilms.de/
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IMDB
|0  katastrophal
brilliant  10|
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Man from Beirut (Blind", 2019)Filmwelt Verleihagentur
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Klischeehaftes Berlin-Bashing von Christoph Gampl

Momo (Kida Ramadan) will raus. Seit Jahrzehnten agiert der Besitzer einer Boxhalle und Auftragskiller im Nebenjob erfolgreich in Berlins krimineller Schattenwirtschaft. Sein Gehör ist neben der Knarre sein wichtigstes Arbeitsmittel, es hat ihn noch niemals im Stich gelassen. Und so hört er auch die verschreckte Frau, die sich mit erhobener Pistole dem Schrank nähert, in dem er sich versteckt hat. Bevor sie abdrücken kann, ist sie tot.

Und er hört auch das Mädchen, das sich hinter einem Stuhl versteckt hat. Momo verschont sie, was seinem Auftraggeber nicht passt, der die gesamte Familie ausrotten will. Der Jäger wird innerhalb einer Sekunde zum Gejagten, denn Fehler verzeiht die Branche nicht. Der blinde Killer und die minderjährige Junah (Dunja Ramadan) werden unfreiwillig zum Paar auf der Flucht aus dem Milieu. Ihre Spur ist bald mit Blut gepflastert.


Schnörkellos erzählt der 51-jährige Produzent und Regisseur Christoph Gampl ("Planet B - The Antman") die alte Geschichte vom müden Killer, der von einem reinen Kind auf den Pfad der Tugend zurückgebracht wird und über seine Zunft sinniert. Da die Handlung dürftig ist, bleibt Kida Ramadan ausreichend Zeit, die Seelenlage Momos zu entblättern. Den durchtrainierten Sportler nimmt man ihm und seinem Bierbauch allerdings kaum ab.

Die anderen Figuren sind kaum mehr als Stichwortgeber. Dunja Ramadan als Junah darf brav und naiv sein, Susanne Wuest schwirrt als eiskalte Killerin Jessica durch Berlin, Momos Partner - gespielt von Blerim Destani - wechselt erwartungsgemäß schnell die Seiten.

Um die Inhaltslosigkeit zu kaschieren, will die im klassischen Schwarzweiß gefilmte und in ihrer Ästhetik an Fritz Langs Konzept der Raumgestaltung angelehnte Gangsterballade richtig cool sein. Die Sonnenbrille sitzt perfekt, selbst im Fahrstuhl und in den dunkelsten Räumen. Wer hat hier gesponsort, diese Frage drängt ich bald auf. Und natürlich sind alle ständig in heißen Schlitten auf dem nächtlichen Berliner Pflaster unterwegs. Insofern passt der Männer-Film ins Autokino.

Auf Berlin spucken die zugereisten Kriminellen aus dem arabischen, türkischen und osteuropäischen Raum, die sich hier ihren Bandenkrieg liefern, deren Ursache niemals erklärt wird. Sie alle lassen kein gutes Haar an dem 'Drecksloch'. Als Kontrast zur brodelnden Metropole setzt der Regisseur Bilder vom Meer, die Momos Halbweisheiten inspirieren.

Muss noch erwähnt werden, dass gerappt wird? So viel Klischee in einem Film finden sich selten. Und irgendwie beschleicht den Betrachter am Ende des Tages das Gefühl, einem Werbefilmchen für die Kriminellen aus aller Welt beigewohnt zu haben.
Blerim Destani in "Man from Beirut" (Blind", 2019)Filmwelt Verleihagentur, Eeva Fleig
Kida Khodr Ramadan in "Man from Beirut" (Blind", 2019)
Der Besitzer einer Boxhalle ist Auftragskiller im Nebenjob.  Clip starten
Werbefilmchen für Kriminelle aus aller Welt.
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