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The Nest - Alles zu haben ist nie genug (2020)

The Nest - Alles zu haben ist nie genug

Originaltitel
The Nest
Genre
Drama
Land /Jahr
Großbritannien, Kanada 2020
 
107 min
Medium
Kinofilm
Kinostart
22.04.2021 ( Kino Deutschland | Kino Schweiz | Kino Österreich ) bei Ascot Elite Entertainment Group
Regie
Sean Durkin
Darsteller
Jude Law, Carrie Coon, Oona Roche, Charlie Shotwell, Tanya Allen, Tattiawna Jones
Homepage
https://www.ifcfilms.com/films/the-nest
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IMDB
|0  katastrophal
brilliant  10|
7,0 (Filmreporter)
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Intelligente Dialoge über den Sinn des Lebens
Der Brite Rory O'Hara (Jude Law) scheffelt Anfang der 1980er Jahre mit seinem Job in der Londoner Finanzbranche Millionen. Das Geld investiert er auf Wunsch seiner Frau Allison (Carrie Coon) in eine Ranch in einem Vorort von New York, wo sie eine gut gehende Pferdezucht betreibt.

Doch Rory ist der Alltag mit Rohstoff-Termingeschäften an der Börse des Big Apple zu langweilig. Er drängt die skeptische Allison zur Rückkehr an die Themse, wo er wieder für seine alte Firma arbeitet. Für seine Familie kauft er in Surrey ein stattliches Herrenhaus auf dem Land, in dessen dunklen, eichengetäfelten Räumen sich keiner so recht wohlfühlt. Standesgemäß muss Sohn Ben (Charlie Shotwell) auf eine teure Privatschule, wo er gemobbt wird. Die pubertierende Tochter (Oona Roche) ärgert sich, dass sie noch von Mama zur Schule gebracht werden muss.

Die Ausgaben für Haus, Schule und teure Restaurants setzten Roy unter Druck. Er fädelt einen Deal ein, der gegen die Interessen des Firmeneigners ist. Seine Frau sorgt derweilen mit ihrer Hände Arbeit für das Überleben der Familie.
Sean Durkins zweiter Spielfilm feiert beim renommierten Festival von Sundance Premiere und gewinnt beim Festival des amerikanischen Films in Deauville den Grand Prix und den Kritikerpreis. Er führt in die Ära der großen Veränderungen auf den Finanzmärkten, als bodenständige Broker von ehrgeizigen Investmentbankern abgelöst werden, die ihre Boni über alles stellen. Sie entfernen sich von der Realwirtschaft und den Interessen der Gesellschaft. Die langsam eskalierende Zwist zwischen der grundsoliden Allison und dem großspurigen Aufsteiger Rory, der sich aus einfachen Verhältnissen hochgearbeitet hat und jetzt den großen Macker gibt, wird zum Sinnbild dieser Entfremdung.

Das Misstrauen zwischen den beiden mündet in eine latente, sich aufstauende aggressive Stimmung. Lange schlucken beide die brodelnden Gefühle runter, doch irgendwann muss es zum offenen Schlagabtausch kommen. Die Kinder geraten dabei zwischen die Fronten. Während Allison sie schützen will, sind sie für Rory in erster Linie Prestigeobjekte.

Der Konflikte der beiden ist von Anfang an klar definiert, die Art des Ausbruchs aber niemals vorhersehbar. Allison und Rory liefern sich messerscharfe, intelligente Dialoge um den Sinn des Seins, wie man sie lange nicht im Kino gehört hat. Sie sind das Futter für zwei überragende Schauspieler. Jude Law war lange nicht mehr so brillant wie in diesem Part als Parvenue und Aufschneider. Und der Name von Carrie Coon sollte dem Zuschauer nach dieser bravourösen Leistung ein Begriff werden.
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Videoclip:
Bodenständige Broker werden von ehrgeizigen Investmentbankern verdrängt - das hat Folgen...  
Galerie:
Sean Durkins zweiter Spielfilm feiert beim renommierten Festival von Sundance seine Premiere.
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2021