Filmreporter-RSS

Höllentour

Originaltitel
Höllentour
Genre
Dokumentarfilm
 
Deutschland 2004 bis 0000
 
120 min, ab 0 Jahren (fsk)
Medium
Kinofilm
 
 
Kinostart
10.06.2004 ( D | CH ) bei NFP marketing & distribution
 
 
Regie
Pepe Danquart
Darsteller
Rolf Aldag, Andreas Klöden, Mario Kummer, Serge Laget, Dieter Ruthenberg, Alexander Winokurow
|0  katastrophal
brilliant  10|
7,0 (Filmreporter)
Es gibt noch keine Userkritik!
Höllentour (Poster)
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenGalerieDVDsbewerten

Pepe Danquart konzentriert sich in seinem Film auf die beiden deutschen Fahrer Erik Zabel und Rolf Aldag - und die entpuppen sich als unterhaltsame Gesellen. Zwar ist nicht immer ganz klar, ob sie nur mit der Kamera kokettieren oder von Natur aus gut drauf sind. Aber Danquart hat es geschafft, sie selbst bei so intimen Momenten wie der täglichen Massage oder der Beinrasur im Badezimmer filmen und interviewen zu dürfen. Mit ihren sonnengebräunten Waden, die in käsigweißen Oberschenkeln münden, sehen die Sportler aus wie eine Latte Macchiato. Zabel und Co. haben nicht nur ihre Kleidung, sondern auch ihre harte Schale abgelegt und reden offen über die ganz alltäglichen Ängste und Sorgen von Profi-Radfahrern (O-Ton Zabel nach dem Zeitfahren: "Ein 42er Schnitt. Weißt Du, wie schlecht das ist?"). Immer wieder ist das erstaunlich witzig - und nicht unfreiwillig komisch, wie man es oft bei ihren Kollegen aus der Fußball-Fraktion erlebt.


Die Dokumentation ist vor allem deshalb so sehenswert, weil er sich nicht ständig mit den Stars befassen muss, wie die tägliche Tour-Berichterstattung, sondern die kleinen aber ungleich interessanteren Details zeigt. Zum Beispiel eine französische Familie, die in ihrem Bergdorf ein leckeres Mittagessen im Freien vorbereitet, dann kurz den Radfahrern zusieht, wie sie sich durch ihr Dörfchen quälen - und sich anschließend wieder den wirklich wichtigen Dingen zuwendet: dem Essen. Das Renngeschehen zeigt Danquart dann wiederum mit rasanten Bildern, die deutlich machen, wie schnell die Sportler unterwegs sind (bis zu 95 km/h bergab). Untermalt wird das von einem gelungenen Soundtrack, der zwischen Techno-Klängen und französischer Akkordeon-Musik pendelt. Drei Wochen Tourgeschehen packt Danquart in hochkonzentrierte 120 Minuten - garantiert ohne Werbeunterbrechungen, Gewinnspiele und Sendestörungen.
Höllentour (Poster)
Galerie: Höllentour
Die Dokumentation über die Hölle Tour de France ist vor allem deshalb so sehenswert, weil er sich nicht ständig mit den Stars befassen muss, wie die tägliche...
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenGalerieDVDsbewerten
© 2020 Filmreporter.de