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Spider-Man 2 hat Liebeskummer

Sony Pictures

Emotionaler, menschlicher: Spider-Man 2
Der Fassadenkletterer ist zurück
Der knackigste Fassadenkletterer der Filmgeschichte ist zurück! Wen wundert's: 2002 stürmte "Spider-Man" weltweit die Kinocharts und spielte über $ 800 Millionen ein. Jetzt spinnt Regisseur Sam Raimi mit seinen Stars Tobey Maguire, Kirsten Dunst und James Franco die Erfolgsgeschichte des Comic-Helden weiter.
Von  Susi Fritsch/Filmreporter.de,  4.07.2004
Muss sich entscheiden: Astronaut oder Peter Klark?

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Raimi überließ nichts dem Zufall und arbeitete mit mehreren Autoren anderthalb Jahre an dem neuen Drehbuch. Unter ihnen der gefeierte Schriftsteller Michael Chabon, der 2001 den Pulitzerpreis für sein Epos "Die Abenteuer von Kavalier & Clay" erhielt, in dem zwei Cousins Superhelden erfinden und damit im Comicgeschäft Riesenerfolge feiern (die Filmrechte sind bereits verkauft). "Die richtige Geschichte zu finden, die einen würdigen zweiten Teil abgab und dem Publikum eine logische Fortsetzung und Weiterentwicklung der Figur bieten konnte, war das Schwierige", meinte Sam Raimi. Doch es hat geklappt, und "Spider-Man 2" bietet alle Ingredienzen für einen Popcorn-Kino vom Feinsten: kein bisschen Frieden, ein bisschen Liebe, viel Humor und jede Menge Action.

Vor zwei Jahren ließ Peter Parker (Tobey Maguire) seine große Liebe Mary Jane (Kirsten Dunst) zurück, um als "Spider-Man" die Schurken dieser Welt zu bekämpfen. Inzwischen wird es für ihn jedoch immer schwieriger, sein Privatleben und die geheime Identität als Superheld in Einklang zu bringen: Tante May (Rosemary Harris) steht kurz vor der Zwangsräumung und auch mit der Freundschaft zu Harry Osborn (James Franco) steht es nicht zum Besten. Denn Harry macht Spider-Man für den Tod seines Vaters verantwortlich und will Rache.


Mensch oder Maschine: Alfred Molina

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Ganz zu schweigen von Peters Gefühlen zu Mary Jane, die stärker denn je sind und ihn verwundbar machen. Doch die Angebetete steht kurz davor, einen anderen zu heiraten. Dann lernt Peter den brillanten Wissenschaftler Dr. Otto Octavius (Alfred Molina) kennen, der nach neuen Energiequellen zum Wohle der Menschheit forscht. In ihm sieht er einen Mann, der die richtige Balance zwischen Privatleben und "beruflicher" Bestimmung gefunden hat. Doch eines von Octavius' Experimenten geht schief, der Wissenschaftler mutiert zu dem bösartigen "Doc Ock", einem Fiesling mit stählernen Fangarmen auf dem Rücken.

Obwohl für Alfred Molina die Dreharbeiten nicht leicht waren (sein Kostüm, an dem die vier Meter langen Tentakeln befestigt waren, wog rund 50 Kilo), freute er sich riesig über die Rolle. Er meinte in einem Interview scherzhaft: "Ich bin sicher, dass ich die Rolle nur bekommen habe, weil die anderen so dünn sind und ich der Einzige war, der in das Kostüm passte". Im Gespräch für "Doc Ock" waren neben Molina auch Ed Harris, Chris Cooper und Christopher Walken). Auch Tobey Maguire musste ordentlich schuften, wenn Perfektionist Sam Raimi ihm alles abverlangte und in fast jeder Szene dazu aufforderte, "besser zu sein als jemals zuvor". Doch die schweißtreibende Arbeit hat sich ausgezahlt, denn das Sequel steht seinem Vorgänger in nichts nach: die richtige Mischung zwischen wahnsinnigen CGI-Effekten und spektakulären Actionszenen, visuelle beindruckende Aufnahmen von New Yorks Häuserschluchten, bombastische Soundeffekte, einen menschelnden Superhelden - eine prall gefüllte Wundertüte, nicht nur für Spinnenfreunde und Adrenalin-Junkies.
Von  Susi Fritsch/Filmreporter.de,  4.07.2004

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