20th Century Fox
Sean Connery in "James Bond 007: Liebesgrüße aus Moskau" (From Russia with Love, 1964)
Daniel Craigs aktiver Dienst neigt sich dem Ende zu
Feature: Wer wird der nächste James Bond?
Noch ist der 25. Bond nicht im Kasten, da überstürzen sich die Gerüchte und Spekulationen um den 26. Auftritt des besten Geheimagenten Ihrer Majestät. Daniel Craig - mittlerweile über 50 - hat schon lange keine Lust mehr und seinen Abschied angekündigt. Bis dahin erfüllt der smarte Brite seinen Vertrag. Ab März steht er unter der Regie von Cary Fukunaga vor der Kamera. 2021 kommt der Jubiläums-Bond ins Kino. Inhaltlich soll sich Craig mit der Idee durchgesetzt haben, eine moderne und intelligente Version von "Liebesgrüße aus Moskau" aufzulegen.
20th Century Fox
Roger Moore will sich von Richard Kiel nicht beißen lassen: "James Bond 007 - Der Spion, der mich liebte"
007 Sean Connery, George Lazenby, Roger Moore, Pierce Brosnan, Daniel Craig
Der Film aus dem Jahre 1963 gilt als der beste Bond aller Zeiten, auch wenn Craig Fans sicher "James Bond 007: Skyfall" nennen würden. Die Spionage-Story macht den Schotten Sean Connery endgültig zum Star, der sieben Mal den sportlichen Agenten und Frauenverführer in der Ära des Kalten Krieges gibt. Nach einem kurzen Intermezzo von George Lazenby für "James Bond 007: Im Geheimdienst Ihrer Majestät" übernimmt der charmante Roger Moore von 1973 bis 1985 den Staffelstab, der schon für den Film von Lazenby angefragt wird. Moore spielt Bond bereits 1964 in einer Serie des britischen Fernsehens.

Die 1990er prägt der charismatische Ire Pierce Brosnan, die Filme bleiben jedoch dem alten Stil des unverwundbaren Draufgängers und Alleskönners verhaftet. Mit Daniel Craig beginnt eine neue Ära. Bond bekommt Gewissen, Vergangenheit, Kratzer. Ihm ist egal, ob sein Whiskey geschüttelt oder gerührt serviert wird. Bleibt die Frage nach dem Nachfolger.
Sony Pictures
Daniel Craig
Doch wer folgt denn nun auf Craig?
Die Fallhöhe für den kommenden Bond ist also hoch. Lange wird spekuliert, ob erstmalig ein nichtweißer Schauspieler in die Rolle schlüpft. Ein Kandidat ist Idris Elba ("Luther"), doch der dementiert alle Gerüchte beharrlich. Neben ihm listet der britische Independent sieben weitere heiße Kandidaten auf, darunter den deutsch-irischen Star Michael Fassbender und Luke Evans, der sich mit "Fast & Furious" ins Gespräch bringt.

Auch der charismatische Charlie Hunnam soll auf der Kandidatenliste der Produzenten stehen. Der scherzt vor kurzem in einer Talkshow nur, dass ihm ein Smoking gut stehe. Eine Anfrage habe er jedoch noch nicht erhalten. Beim Casting könnte er mit Tom Hiddleston, der als Bösewicht Loki dem Göttersohn Thor das Leben schwer macht, Aidan Turner, Edward Norton und Jamie Bell konkurrieren. Andere Quellen nennen auch Tom Hardy, Daniel Day-Lewis, Ryan Gosling und Edward Norton. "Wolverine"-Darsteller Hugh Jackman, der seit Jahren immer wieder als Bond gehandelt wird, dürfte auf Grund seines fortgeschrittenen Alters mittlerweile keine Chancen mehr haben.
Warner Bros.
Henry Cavill wird zu Superman: Man of Steel
Nimmt Cavill einen zweiten Anlauf?
Die brodelnde Gerüchteküche und das komplizierte Prozedere kennt auch Henry Cavill. Der 35-jährige Brite mit den bezaubernden Kinngrübchen und männlichem Dreitagebart spricht bereits 2005 für die Rolle vor, die dann bekanntermaßen Daniel Craig bekommt. Cavill wird von den Produzenten ermutigt, es erneut zu versuchen. Seit 2012 bereichert Cavill als Superman das DC-Imperium. Er würde sicher auch in der Welt der Geheimdienste eine gute Figur abgeben. Und die Frauenherzen sind dem smarten Briten auch sicher.

Und wieso aber nicht mal eine weibliche Agentin? Starke Frauen haben in den letzten Fragen zweifellos an Boden gewonnen. Aber ob die konservativen 007-Produzenten schon so weit sind wird die Zukunft zeigen.
Von  Katharina Dockhorn/Filmreporter.de,  1. Oktober 2021
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Daniel Craigs Bond wirkt müde - seit seinem letzten Auftritt um Jahrzehnte gealtert. Alle überlebenden Widersacher von Craigs 007-Einsätzen mischen in seinem letzten Auftritt wieder mit. Inhaltlich schließt sich der Kreis, was es Nicht-Kennern der Saga-Auftritte des Briten manchmal ein bisschen schwer, die Bösewichter einzuordnen und die Zusammenhänge zu verstehen.
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