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Feature

Deutschland. Ein Sommermärchen (Special Edition)
Fußballboom auf der Leinwand

Die fünf besten Fußballfilme

Sportfilme gehören nicht erst seit "Das Wunder von Bern" zu den populären Filmgenres. Die Gründe liegen auf der Hand. Wie beim Film geht es auch beim Sport um Identifikation mit einer oder mehreren Figuren, denen man als Zuschauer einen positiven Ausgang eines Konflikts wünscht. Fußballfilme nehmen im Kontext der Sportfilme einen besonderen Stellenwert ein. Auch hier gilt: Kein Wunder! Denn die Sportart bietet in hohem Maße nicht nur das eben Erwähnte, sie gehört darüber hinaus zu den weltweit beliebtesten. Im Folgenden stellen wie die fünf besten Fußballfilme aller Zeiten vor.
Von  Redaktion Ricore Text, 21. August 2019

Parminder K. Nagra in "Kick It Like Beckham"

Parminder K. Nagra in "Kick It Like Beckham"

Kick It Like Beckham
Würde man etwa beim Online Sportwetten-Anbieter nachgefragt.net eine Wette auf die populärsten Fußballfilme aller Zeiten abschließen, dann wäre die Gewinnquote von "Kick It Like Beckham" nicht sehr hoch. Denn die meisten würden auf diese Komödie wetten. Die Regisseurin und Drehbuchautorin des Films, die in Indien geborene Filmemacherin Gurinder Chadha, hat ihr Werk einst als ihr autobiographischstes bezeichnet.

Im Zentrum der Erzählung steht Jess, ein in England lebendes Mädchen mit indischen Wurzeln. Der ethnische und kulturelle Spagat ist das große Problem der jungen Frau. Denn Jess liebt und spielt gerne Fußball. Ihr großes Idol: David Beckham. Leider ist ihr Interesse für die eher männliche Sportart ein Dorn im Auge ihrer traditionell eingestellten Familie.

Das Wunder von Bern

Das Wunder von Bern

Das Wunder von Bern
Mit "Das Wunder von Bern" hat Sönke Wortmann den mirakulösen Sieg der deutschen Fußball-Nationalmannschaft in der Schweiz im Jahr 1954 verfilmt. Dabei legte der Filmemacher und frühere Fußballer vor allem bei den Sportszenen besonders Wert auf Detailgenauigkeit. Spielzug um Spielzug, Pass um Pass wird das legendäre Finalspiel gegen die damalige Übermannschaft Ungarn nachgestellt - bis hin zum denkwürdigen Schuss Helmut Rahns in der 84. Minute.

Wir alle wissen, wie das ablief. Rahn bekommt den Ball. Aus dem Hintergrund musste er schießen. Er schießt - Tor, Tor, Tor, Tor. Es steht 3:2 für Deutschland. Sechs Minuten müssen die Helden von Bern noch durchalten. Sie schaffen das Wunder, und so bricht es auch aus dem Kommentator Herbert Zimmermann heraus. "Deutschland ist Weltmeister". Der Rest ist Legende. Sönke Wortmann hat um den Sieg das Schicksal einer typische Nachkriegsfamilie in den Mittelpunkt seines Dramas gestellt.

Ein aufreibender Job für Kotrainer Jogi Löw

Ein aufreibender Job für Kotrainer Jogi Löw

Deutschland. Ein Sommermärchen
Hier war kein Wunder im Spiel, aber ein Märchen wurde erzählt, als Deutschland es bei der WM 2006 bis ins Halbfinale schaffte. Zwar unterliegen die Jungs von Trainer Jürgen Klinsmann unglücklich der italienischen Mannschaft, die später den Titel holt. Dennoch liefern sie bis dahin eine glänzende Vorstellung ab. Regisseur Sönke Wortmann, spätestens seit "Das Wunder von Bern" eine Koryphäe im Leinwandfußball, durfte das Team von Anfang an mit seiner Kamera begleiten.

Wortmann lässt in der Doku "Deutschland. Ein Sommermärchen" nicht nur die einzelnen Spiele Revue passieren, er begleitet Spieler und Trainer auch bis in die Umkleidekabinen. Also dorthin, wo am Erfolg in Form von taktischen Besprechungen aber auch Motivationsreden gewerkelt wurde. Das Ergebnis ist das Euphorie-Spektakel, das Deutschland kurzzeitig aus dem patriotischen Schlaf befreit. Wahrhaft ein Märchen.

Offside

Offside

Offside
Jafar Panahi gehört zu den mutigsten, weil sozialkritischsten Filmemachern des Iran. Selbst Strafen seitens des Regimes können ihn nicht hindern, seinen Beruf auszuüben. Trotz Inhaftierung, Berufs- und Ausreiseverboten dreht er im Untergrund weiter Filme - dabei bleibt er engagiert wie eh und je.

Wenn Panahi sich also des Themas Fußball annimmt, dann geht es im Film sicher nicht nur um die populäre Sportart. Erst recht nicht, wenn die Erzählung um Frauen und Fußball im Iran kreist. In "Offside" erzählt Panahi von fußballverrückten Frauen, die einem entscheidenden WM-Qualifikationsspiel zwischen dem Iran und Bahrain entgegenfiebern. Das Problem: Frauen dürfen im Iran nicht in die Fußballstadien. Um das Verbot zu entgehen, verkleiden sie sich als Männer. Doch dann werden sie entdeckt...

Looking for Eric

Looking for Eric

Looking for Eric
Was Jafar Panahi im Iran ist das ist Ken Loach für die Briten - ein Filmemacher, der seine Finger immer wieder in die nicht heilen wollenden Wunden der britischen Gesellschaft legt. Auch in seinem Fußballfilm "Looking for Eric" steckt neben dem Thema Fußball viel Sozial- und Milieukritik. Im Zentrum steht Postbote Eric. Der Mann mittleren Alters ist am Tiefpunkt seines Lebens angekommen.

Sein Job ödet ihn an und seine zweite Frau hat ihn verlassen, sodass er sich alleine um seine pubertierenden Kinder kümmern muss. Die Folge: Eric schlittert mitten hinein in eine ausgemachte Depression. Allenfalls die Spiele seines geliebten Fußballvereins Manchester United bescheren ihm hin und wieder etwas Lebensfreude. Als er eines Tages beim Joint rauchen, einen etwas zu tiefen Zug macht, passiert das Wunder. Vor ihm steht die Fußballlegende Eric Cantona. Der frühere Manchester-United-Spieler denkt auch nach dem Abklingen von Erics Rausch nicht daran aus dessen Gedanken zu verschwinden. Stattdessen gibt er seinem Fan Tipps und Hilfestellung in Sachen Lebensführung.
Redaktion Ricore Text - 21. August 2019

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