Festival Features
Formal und inhaltlich beeindruckend
Reizbare Elephanten
Veröff. 24.02.2004: Jugend, Jugendliche und ihre Probleme waren schon immer wichtige Themen in den Filmen des Amerikaners Gus Van Sant. Bereits "My Private Idaho", der den Grundstein für Keanu Reeves Bilderbuchkarriere legte, schildert die Probleme der Noch-nicht-Erwachsenen auf seine ganz eigene Weise. War dieser Film rein formal allerdings noch recht konventionell gestrickt, so ist "Elephant", das neue Werk des...

Über die sexuelle Obsession
Nicht nur der Voyeur hat's schwer
Veröff. 20.02.2004: Ein sichtbar gemachter Alptraum. So lässt sich wohl "A Snake of June" beschreiben, der jüngste Film von Shinya Tsukamoto. Für alle, die bei David Lynchs "Eraserhead" schon Erstickungsanfälle bekamen oder nach dem Kinobesuch spontan ihren Therapeuten konsultieren wollten, kann man guten Gewissens nicht zum Kino-Besuch raten, wenn "A Snake of June" gezeigt wird. Im Unterschied zu Lynchs...

Gemeinsam schrumpfen
Demontage-Kino für Masochisten
Veröff. 13.02.2004: Hinter einem trügerisch poetischen Titel verborgen, zieht das im Wettbewerb der Berlinale gezeigte (Mach)Werk von Romuald Karmakar nun direkt weiter in die Kinos. Abermals versucht der deutsche Regisseur mit einem manieriert inszenierten, Theaterhaften Kammerspiel zu polarisieren. Konzessionen an den Geschmack des Publikums kann man dem eigensinnigen agent provocateur beileibe nicht vorwerfen,...

Tom Cruise im Kampf um Ruhm und Ehre
Auf in die Oscar-Schlacht
Veröff.  3.01.2004: Dreimal wurde Hollywoods Superstar Tom Cruise bereits für den Oscar nominiert - doch bekommen hat er die begehrte Auszeichnung bislang nicht. Was ihm mit den Filmen "Geboren am 4. Juli", "Jerry Maguire" und "Magnolia" nicht vergönnt war, soll nun mit "Last Samurai" gelingen: Cruise hat hart trainiert und sich in endlose Schwertkämpfe gestürzt, um endlich einen Oscar in Händen halten zu dürfen.

Von der Bedeutung der Hautfarbe
Die Farbe der Lüge
Veröff. 11.12.2003: Ein Film, zwiegespalten wie seine Hauptfigur. Coleman Silk (Sir Anthony Hopkins) ist ein alternder Universitätsprofessor, der es weit gebracht hat. Vor allem wenn man bedenkt, dass er eigentlich schwarzer Abstammung ist und es in den 40er Jahren nur dank seiner Hellhäutigkeit nicht von der damals üblichen Rassendiskriminierung betroffen war. Coleman ist so hellhäutig, dass man ihn ohne weiteres...

Zwei Goldene Palmen
Das Sterben - ein Fest
Veröff. 25.11.2003: Es geht ums Sterben. Aber es dauert eine ganze Weile, bis der Zuschauer das realisiert, denn der Protagonist hat zwar einen vom Krebs zerfressenen Körper, aber sein Geist ist noch lange nicht bereit, mit dem Leben abzuschließen. Monsieur Rémy (Rémy Girard) poltert und räsoniert, flirtet und streitet, reißt Zoten, hält Vorträge und starrt den Krankenschwestern auf die Schenkel. Keine Spur von...

Wachowskis beschließen ihre mythische Cyber-Trilogie
Ein Ende mit Schrecken
Veröff.  1.11.2003: Andy und Andy, die Erfinder der Matrix, sind schlau. Lesen selbst am Set Bücher von Philosophen wie Schopenhauer, heißt es. Wissen, dass jede Trilogie einen Anfang und ein Ende hat. Was ja nichts anderes bedeutet, als dass der im Mai extrem erfolgreich angelaufene "Matrix Reloaded" sozusagen der Anfang vom Ende gewesen sein muss. Mit "Matrix Revolutions" wird nun das dicke Ende nachgeliefert.

Von Trier entlarvt die Unmenschlichkeit
Großes Theater
Veröff. 22.10.2003: Wenn Lars von Trier neue Filme in Cannes präsentiert - und das macht der Däne mit Erfolg und in schöner Regelmäßigkeit - dann kann man davon ausgehen, dass er das Publikum entzweien wird wie einst Moses das rote Meer. Von Triers Filme sind je nach Standpunkt stets irgendwo zwischen genial und unausstehlich anzusiedeln. Für manche sind sie beides zugleich. Das galt für den Gewinner der goldenen...

Theater im besten Sinne: Lars von Triers Dogville
Von Hunden und Menschen
Veröff. 21.10.2003: Man könnte lange von den famosen Schauspielern schwärmen, en detail die revolutionäre Form bejubeln, oder die mögliche Amerikafarce diskutieren, die Lars von Triers jüngstes Werk auf den ersten Blick dominieren. Das sparen wir uns. Womöglich ist dem 47-jährigen Dänen nämlich sein Erfolg derart zu Kopf gestiegen, dass er alles für bahnbrechende Kunst hält, was er fabriziert. Nur so ist...

Die Piraten sind zurück: bunt, laut und erfolgreich!
Jerry Bruckheime macht fette Beute
Veröff. 28.08.2003: Groß, laut und teuer: Das nicht nur mit Effekten überladene Piratenabenteuer "Der Fluch der Karibik" ist der Kinofilm zu Disneys Themenparkspektakel "Pirates of the Caribbean". Doch Johnny Depp verhindert Schlimmeres. War es ein Anflug von Größenwahn? Erfolgproduzent Jerry Bruckheimer ("Armageddon") wollte es wieder einmal wissen: Mit dem Piratenfilm "Fluch der Karibik" versuchte er sich -...

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