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Match Point

Originaltitel
Match Point
Alternativ
Woody Allen Summer Project (Arbeitstitel)
Genre
Thriller
 
USA/Großbritannien 2005
 
123 min, ab 6 Jahren (fsk)
Kinostart
29.12.2005 (D) bei
Prokino Filmverleih
Regie
Darsteller
Links
|0  katastrophal
brilliant  10|
7,8 (12 User)
8,0 (Filmreporter)
Match
Prokino Filmverleih

Das Leben der British Upper Class scheint sorglos. Man vertreibt die Zeit in exklusiven Tennisclubs oder in Londons zahlreichen inspirierenden Kunstgalerien. Man widmet sich eben den schönen Seiten des Lebens. Dem jungen Chris Wilton (Jonathan Rhys-Meyers) erscheint dieser Lebensstil sehr reizvoll. Der mittellose Ire will als Tennislehrer seinen Lebensunterhalt verdienen und wird prompt von einem exklusiven Tennisclub angeheuert.

Dort trifft er auf Tom Hewett (Matthew Goode), der Chris in seine wohlhabende Familie einführt. Toms süße Schwester Chloe (Emily Mortimer) verliebt sich in den smarten Tennislehrer, Chris hingegen findet Gefallen an Toms amerikanischer Verlobten Nola (Scarlett Johansson). Er beginnt eine Affäre mit ihr, heiratet aber dennoch die vermögende Chloe. So richtet er sich sein Leben zwischen Tennisplatz, ehelicher Luxus- Maisonettewohnung, Büro und Nolas bescheidener Hütte ein. Doch das Doppelleben bleibt nicht ohne Folgen.


Stadtneurotiker Woody Allen verlässt sein geliebtes New York, um sich auf ungewohntes Terrain zu begeben! Bei dem Londoner Dreh kam ihm der kühle, verhangene englische Sommer zugute, da für ihn "die Sonne [...] so etwas wie der Fluch seiner Existenz [ist]". Das Londoner Upper-Class-Projekt überrascht im positiven Sinne. "Match Point" behandelt Themen wie Liebe, Lust, Glück und Schuld auf sehr effektive, fast minimalistische Art und Weise. Es gibt keine überflüssigen Dialoge oder Bilder. Schon die Anfangssequenz gibt das Thema vor: Glück. Eben dieses entscheidet darüber, ob ein Tennisball, wenn er das Netz trifft, auf die Seite des Gegners kippt oder zurück fällt. Doch ob das vermeintliche Glück gerechte Wege geht, ist eine ganz andere Frage. Wie weit darf man für das eigene Glück gehen?

Allen rückt Fjodor Michailowitsch Dostoyevskys Werk zuweilen visuell in den Vordergrund; mit Sicherheit stand dessen Roman "Schuld und Sühne" für den Inhalt nicht unwesentlich Pate. Das Ende von "Match Point" ist sehr zwiespältig - ein Happy End, ein trauriges Ende oder vielleicht irgendetwas dazwischen?! Der Zuschauer bleibt betroffen zurück. So wankelmütig das Glück auch sein mag, sicher ist, dass Woody Allen einen wirklich guten Film abgeliefert hat. Eine Lektion über Glück und Zufall irgendwo eingebettet zwischen Gesellschaftssatire, Liebesfilm und Thriller.
Match Point (2005)
Eurovideo
Trailer:
Match Point
Das Leben der British Upper Class scheint sorglos. Man vertreibt die Zeit in exklusiven Tennisclubs oder in Londons zahlreichen inspirierenden Kunstgalerien....  Clip starten

Wenn ein Tennisball zu einer Metapher für den Zufall im Leben wird, überrascht es nicht, dass Woody Allen hinter dem Projekt steckt. Überraschend ist jedoch die tatsache,...

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