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Quentin Tarantino beim Photocall in berlin ("Django Unchained")
Sony Pictures
Stellungnahme zur Rassismus-Debatte
Quentin Tarantino verteidigt "Django Unchained"
Nachdem sich Quentin Tarantino lange in der Rassismus-Debatte bezüglich "Django Unchained zurückgehalten hatte, nahm er am Abend der Golden Globe-Verleihung zum ersten Mal ausführlich Stellung. Der Regisseur und Drehbuchautor wurde am gestrigen Sonntag, den 13. Januar 2013 für seine Western-Hommage als bester Drehbuchautor ausgezeichnet.
14. Jan 2013: Die Debatte begann mit dem Vorwurf Spike Lees, dass Tarantino in "Django Unchained" respektlos mit den Vorfahren der schwarzen Bevölkerung umgehe. Auf der Internetplattform Twitter schrieb der Regisseur im Dezember vergangenen Jahres, dass die 'Sklaverei kein Sergio Leone-Spaghetti-Western war. Sie war ein Holocaust. Meine Vorfahren sind Sklaven. Verschleppt aus Afrika. Ich werde sie ehren'.

Unmittelbar nach der Golden Globe-Verleihung nahm Tarantino zu diesen und anderen Vorwürfen Stellung. "Sie wollen, dass ich es abschwäche, dass ich lügen soll', wird der Regisseur vom Filmmagazin Hollywood Reporter zitiert. 'Das würde ich nie tun, solange es sich um meine Charaktere handelt'.

Zudem betonte Tarantino, dass die Sklaverei noch längst nicht der Vergangenheit angehöre. In Ländern wie Malaysia würde sie noch immer betrieben und selbst in den USA bestünden noch viele Vorurteile gegenüber Afro-Amerikanern. Dabei beklagte der Regisseur auch das Rechtssystem der Vereinigten Staaten. 'Die Drogengesetze bringen viele männliche Schwarze hinter Gittern', so Tarantino, während die privaten und öffentlichen Haftvollzugsanstalten die Art und Weise, wie sie die Gefangenen behandeln, nicht einmal verheimlichen würden.
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