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Filmfest München
Internationales Filmfest München, 2013
Arri/Osram-Preis auf dem Filmfest München
"Heli" bester internationaler Film
Mit der Vergabe des Arri/Osram-Awards für den besten internationalen Film endete am vergangenen Samstag das 31. Filmfest München. Die Jury vergab den mit 50.000 Euro dotierten Preis an den mexikanischen Beitrag "Heli". Das Drogendrama von Amat Escalante setzte sich in der Sektion CineMasters gegen 15 Konkurrenten durch.
08. Jul 2013: "Heli", der auf den diesjährigen Internationalen Filmfestspielen von Cannes bereits mit dem Regiepreis geehrt wurde, handelt vom verheerenden Drogenkrieg in Mexiko. Im Zentrum steht ein junger Fabrikarbeiter, der mit Frau und Kind, Schwester und Vater in ärmlichen Verhält lebt. Die Familie wird Opfer der um sich greifenden Drogenkartelle. Nachdem zwei beschlagnahmte Drogen-Päckchen verschwinden, werden der Titelheld, seine Schwester und ihr Freund von maskierten Männern entführt und gefoltert.

Der dritte Spielfilm Escalantes 'zeigt auf kraftvolle Weise die Notlage eines ganzen Landes, das sich zwischen den Frontlinien eines verheerenden Drogenkrieges mit zahlreichen Toten befindet', begründete die Jury die Entscheidung. Das Werk von Regisseur Amat Escalante überwältige mit einer gleichsam erschreckenden wie diskreten Darstellung dieses tragischen Themas und zeige die sichere Hand eines meisterlichen Filmemachers.

Bereits am Freitag wurde der mit 70. 000 Euro dotierte Förderpreis des Neuen Deutschen Kinos verliehen. Der große Sieger des Abends war die Tragikomödie "Love Steaks" von Jakob Lass, die zum ersten Mal in der Geschichte des Festivals in allen vier Kategorien Drehbuch, Schauspiel, Regie und Produktion gewonnen hat.

Der CineVision-Award für den besten internationalen Nachwuchsfilm ging an "Môj pes Killer" und "Halley". In "Môj pes Killer" (Festival-Titel: "My Dog Killer"; Red.) erzählt die slowakische Regisseurin Mira Fornay von der Perspektivlosigkeit der Menschen und von Rassismus in ihrem Land. "Halley" ist das Spielfilmdebüt des mexikanischen Regisseurs Sébastian Hofmann und handelt vom Verlust der Kontrolle über den eigenen Körper.

Den Publikumspreis erhielt die Dokumentation "Freedom Bus" von Fatima Abdollahyan. Die in Frankfurt am Main geborene Regisseurin erhielt für ihr Werk außerdem den One Future Preis der Interfilm Akademie, dem Netzwerk der kirchlichen Filmarbeit. Der Film handelt von einer Gruppe junger Aktivisten, die vor den Wahlen 2011 mit einem Bus durch Palästina fahren, um den Menschen die Demokratie beizubringen.

Auf dem Filmfest München waren vom 28. Juni bis 06. Juli 2013 170 Filme aus aller Welt zu sehen. Nach Angabe der Veranstalter wurden in diesem Jahr rund 72.500 Tickets verkauft.
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