News: Kino-Nachrichten
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Marjane Satrapi
Filmemacher gegen unmenschliche Zustände
Kampf der Kameralinsen
Iranische und amerikanische Filmemacher sind über die derzeitigen Arbeitsbedingungen im Iran entsetzt. Einige versuchen auf ihre Art zu helfen und der Diktatur von Mahmoud Ahmadinejad entgegen zu treten. Dabei geraten sie oft in brenzlige Situationen.
19. Jun 2009: Wie das Branchenblatt Variety am gestrigen Donnertag, dem 18. Juni 2009, berichtet, wurde Regisseur James Longley diese Woche im Iran verhaftet. Der Dokumentarfilmer aus Oregon hält sich im Iran auf, um die derzeitige Situation für sein neues Filmprojet festzuhalten. Allerdings geriet er mit der Polizei in Konflikt, sein Übersetzer wurde zusammengeschlagen. In einer Email schreibt er: "Es ist unmöglich, als Journalist zu arbeiten, ohne dem ständigen Risiko der physischen Gewalt der Staatsführung ausgesetzt zu sein." Die iranischen Filmemacher Mohsen Makhmalbaf und Marjane Satrapi traten aus diesem Grund am Dienstag, dem 16. Juni 2009, vor das Europäische Parlament in Brüssel. Makhmalbaf besitze angeblich Beweise, die einen Wahlgewinn des gemäßigten Kandidaten Mir Hussein Mousavi bestätigen. Sie wollen erreichen, dass der Wahlbetrug offiziell von anderen Staaten als solcher deklariert wird.
Karolina Zebrowski/Filmreporter.de
2021