Filmreporter-RSS

mosquito

Mitglied seit: 31.01.2012 12:15
Zuletzt gesehen: 28.09.2018 11:44
Filmbeiträge: 38  Bewertungen 25  Kritiken
Starbeiträge: Bewertungen Kritiken
Interessen:
• Animation/Trickfilm
• Biographie
• Dokumentarfilm
• Experimentalfilm
• Konzert
• Kurzfilm
• Musikfilm
• Stummfilm
• Trickfilm/Puppenfilm

Über mich

Ich teste alles durch.

Gästebuch

Allerhand...
was da multimedial zur Erkundigung einlädt..
mosquito - 31.01.12 12:35

Beitrag schreiben >>

Beiträge

Filmkritik zu Ein Dorf zieht blank - 19.09.2018 08:23

Der Film hat u.a. die Schwierigkeit zum Hintergrund, eine Bürgerschaft für ein Ziel zu vereinen. Da gibt es den intriganten Apotheker, der prinzipiell das Kunstprojekt ablehnt, den Metzger, dem die Teilnahme seiner Frau unerträglich scheint, die halbscharigen, die dann am festgesetzten Termin nicht zu Stelle sind, auf der anderen Seite die Kooperativen und die Begeisterten, zu denen ausgerechnet die Frau des Metzgers gehört und die Initiatoren: Der Künstler und der Bürgermeister, wobei letzterer den künstlerischen Impuls in einen sozialen transformiert. Die Aktion durchläuft Höhen und Tiefen bis zum scheinbaren Aus, um dann doch noch zum Abschluß zu kommen. Was mich meine Begeisterung für den Film in Grenzen halten läßt, ist die Konstruiertheit des Ganzen oder hier auch das Genre Komödie, das den Film auf eine Metaebene hebt, ohne dabei besonders amüsant zu sein.


Filmkritik zu Auf der Suche nach Ingmar Bergman - 21.08.2018 10:06

Familiär, beruflich, persönlich mit Bergman verbundene Interviewpartner bringen uns Bergman nahe und geben einen Einblick in seinen Stil und seine Stellung in der Filmkunst (z.B. als Repräsentant der "Nouvelle Vague"). Ein Beispiel für einen prägnanten Grundsatz im Ungang mit Schauspielern sei angeführt: Der Schauspieler macht sich nackt(wenn er voll in die Rolle eintaucht) und muß deshalb geschützt und "gepflegt" werden - das geht in eine ganz andere Richtung als man dieser Tage des öfteren gehört hat :) . Ja, und der existentielle Anspruch seiner Kunst, wie er in dieser Doku bezeugt wird, macht mich neugierig...


Filmkritik zu Nach einer wahren Geschichte - 12.06.2018 08:51

Ihr neuestes sehr persönlichen Buch läßt die Autorin ausgebrannt zurück. Sie unterbricht die Signierstunde, in der sie von begeisterten Lesern umlagert wird und zieht sich zurück. Nur einer besonders beharrlichen jungen Frau gelingt es zu ihr vor- und sich in der Folge immer stärker in ihr Leben einzudringen unter der Vorgabe ihr zu helfen... Eine Schwächephase des mentalen Immunsystems erweist sich als Einfallstor für ein fremdes Subjekt, das, seinerseits einem Wahn verfallen, die Protagonistin schließlich in Lebensgefahr bringt. Dabei spielt der Film mit phantastischen Elementen und dem Vorenthalten von Eindeutigkeit, was die konkrete Situation betrifft und verunsichert so den Zuschauer. Ist der teuflische Eindringling vielleicht eine Ausgeburt der Hauptprotagonistin?


Filmkritik zu Wer hat eigentlich die Liebe erfunden? - 11.05.2018 08:49

Ein Road Movie über eine Familie, vertreten in 3 Generationen, der die Liebe abhanden gekommen ist, die sie mit unter Vermittlung einer Trucker-Fahrerin und Gott in Gestalt eines Arabers, Hotelbesitzers, Leuchtturmwärters und Liebhabers wieder findet. Das Kind, Tochter der alleinerziehenden Mutter, steht über dem gestörten Beziehungsgeflecht, stellt die entscheidende Frage und darf nach glücklicher Entwicklung der Verhältnisse Trost und Schutz ihrem altersentsprechenden Besürfnis entsprechend genießen. Die Rollen werden schauspielerisch beeindruckend umgesetzt, demgegenüber hat mich der Film merkwürdig kalt gelassen, die thematisch schlüssige Leere, die der Film verbreitet, löst sich nicht zusammen mit dem happy end, bei der zu orientalischer Musik getanzt wird - meiner Ansicht nach haben die Rollen als Charakter einfach zu wenig Substanz.


Filmkritik zu Three Billboards Outside Ebbing, Missouri - 03.03.2018 15:25

Eine Mutter protestiert gegen den Stillstand der Ermittlungen 7 Monate nach dem Sexualmord an ihrer Tochter, indem ihren Protest auf 3 riesigen Plakatwänden zm Ausdruck bringt. Die resolute Dame bringt in der Folge das Provinzstädtchen, insbesondere die Polizeistation, um seine Ruhe, bzw. die Ereignisse bringen die latente Gewalt an die Oberfläche. Rassismus und Gewalt werden reichlich überzeichnet, was dem Genre \"Komdie\" schuldig geschrieben ist. Konsequent werden positive und negative Zuschreibungen zu den Akteuren konterkariert durch antagonistische Verhaltensweisen und Verhältnisse. Dadurch wird auch die Identifikation mit den Figuren stark eingeschränkt. Das spezielle Filmerlebnis ist dafür, daß man eher den Überblick über die gesamte Szene behält und einen Eindruck von \"Gesellschaft\" gewinnt.


Filmkritik zu Die göttliche Ordnung - 03.09.2017 17:53

.. ist eben auch dort eine Charaktefrage. Die Hauptprotagonistin stößt sich an der Einschränkung durch die Männer einschließlich ihren eigenen und widersteht der Infragestellung ihres familiären Glücks. Die Spannung und Angst, die sich aus dem Bruch mit dem Alten ergibt auf der einen Seite die dadurch erzwungene beflügelnde Solidarität der Frauen sind nachelebbar berührend wiedergegeben, nur die Verfassung der Männer bleibt etwas unscharf.


Filmkritik zu Sieben Minuten nach Mitternacht - 24.07.2017 21:21

.. durch einen Monster in Gestalt eines mächtigen Baumes, einer Vaterfigur - läßt den einfühlsamen Zuschauer diesen Kontrast von Hilflosigkeit und Stärke genießen


Filmkritik zu Alien: Covenant - 24.05.2017 09:24

Die Monster rücken den Leuten nicht nur auf sondern in den Leib, wobei wenigstens ihre mentale Verfaßtheit unberührt bleibt: Keine Zombies! Es braucht eben doch einen intakten Kern im Personal - der dann so schön bedroht ist. Die Spannung nährt sich von dem Wechselsspiel von Hoffnung, Bangen und Katastrophe - fast bis zu einer letzten Grenze: der Ermüdung des Zuschauers.


Filmkritik zu Das Versprechen - Erste Liebe lebenslänglich - 09.11.2016 21:53

Ein junger Mann nimmt in bedingungsloser Liebe den Elternmord seiner Freundin auf sich. Zu spät erkennt er daß das Opfer sich nicht lohnt. Als er sein Geständnis widerruft, findet er sich gefangen im Desinteresse der Justiz, seinen Fall zu hinterfragen. Bewegend sind die Interviews mit ihm im Gefängnis in einem Raum mit zwei officern, die ihn mit unbewegter Miene bewachen: Er spricht offen über sein \"zerstörtes Leben\", ohne Anklage, sogar mit Elementen von Humor über den grotesken Ablauf. Mit Empörung vernahm ich die verschärft zu konstatierende Ignoranz der maßgeblichen Justizpersonen, die offenbar wird, als inzwischen verfeinerte Verfahren zur Identifikation am Tatort konkret auf die Nichtbeteiligung des Verurteilten an der Tat hinweisen, dem Aber nicht Rechnung getragen wird: Ein unschuldiger Lebenslänglicher bis heute!


Filmkritik zu Verräter wie wir - 25.08.2016 12:59

Die alte Russenmafia war noch menschlich, die Geschäfte noch vergleichsweise konventionell-kriminell, die neue hantiert mit \"Blutgeld\" und geht auch intern über Leichen. Die Hauptperson als Boß gehört zum alten Schlag, paßt also nicht mehr in die neue Zeit, will aussteigen und mit seiner Familie nach England emigrieren...Die Kontaktaufnahme mit einem zufälligen Tischnachbarn in eiem Gasthaus und das nachfolgende \"Einwickeln\" dieses Mannes in seine Not ist gut gespielt und interessant in dem sich auftuenden Konflikt zw. Abgrenzung und moralischer Nötigung, dann wird\'s allmählich geheimdienstmäßig allzu undurchsichtig B-)

© 2018 Filmreporter.de