Retro-Starportrait: Hollywoods letzte Diva | FILMREPORTER.de
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RETRO Feature

Elizabeth Taylor ("Wer hat Angst vor Virginia Woolf?")
Elizabeth Taylor: Lebefrau und Trashikone

Hollywoods letzte Diva

"Sie hat das Zeug zu einer Kaiserin, aber zugleich hat sie etwas Kitschiges und ein wenig Billiges an sich", sagte Andy Warhol über Elizabeth Taylor. Besonders diese Ambivalenz der Schauspielerin inspirierte den Pop-Art-Künstler zu einigen seiner vielbeachteten Kunstwerke. Der Schriftsteller Truman Capote lobte hingegen die unerschütterlich Verlässlichkeit der Hollywooddiva. Keine Frage, die Taylor weiß schon früh um ihre Wirkung auf die Männerwelt. Mit diesem Wissen entwickelt sie sich vom getriebenen Kinderstar zur Skandalumwobenen Leinwandlegende.
Von  Timo Buschkämper, Filmreporter.de, 16. Mai 2018

Elizabeth Taylor mit ihrem zweiten Ehemann und Baby.

Elizabeth Taylor mit ihrem zweiten Ehemann und Baby.

Mit knapp zehn Jahren gibt sie ihr Filmdebüt, kaum volljährig ist sie schon verheiratet. Ihr Männerverschleiß gilt bis heute als eines der markantesten Merkmale ihrer Lebenslust. Das Privatleben des Filmstars ist ein permanentes Wechselspiel von Tragödie und Komödie. "Die schönste Frau der Welt" hatte mit 26 Jahren bereits drei Ehen hinter sich. Ihren internationalen Durchbruch als Schauspielerin verdankt sie eigentlich einer anderen Grand Dame. Nach der Heirat mit Fürst Rainier von Monaco von Monaco beschließt Grace Kelly nämlich 1956 aus dem Schauspielgeschäft auszusteigen, um sich ihren Aufgaben als Fürstin des Kleinstaates am Mittelmeer zu widmen. Ihr schon zugesagtes Engagement für "Giganten" von George Stevens platzt deshalb kurzfristig. Die Taylor springt ein und überzeugt an der Seite von James Dean sowohl Publikum wie auch Kritik. Die Rolle markiert die Geburt eines Weltstars.

Cleopatra

Cleopatra

Elizabeth Taylor ist eine Lebefrau die sich dem Genuss ihres Ruhmes in vollen Zügen hingibt. Alkohol, Drogen, Sex und unermesslicher Reichtum bestimmten ihr Leben. In kühler Berechnung sticht sie gehörnten Ehefrauen die Männer aus, heiratet frühere Trauzeugen, liebt 20 Jahre ältere wie jüngere Männer, stürzt unzählige Male ab und steht stets wieder auf. Für die Rolle der "Cleopatra" in Joseph L. Mankiewicz' Historienepos zahlt man ihr die erste Millionengage der Hollywoodgeschichte. Ein durchaus lukratives Geschäft, wenn man bedenkt, dass sie während der Dreharbeiten den Mann ihres Lebens trifft. Der britische Schauspieler Richard Burton spielt den römischen Politiker und Feldherren Marcus Antonius. Von in der ersten Einstellung ist es um die beiden geschehen.

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