Retro-Starportrait: Aufrechter Amerikaner: James Stewart | FILMREPORTER.de
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RETRO Feature

James Stewart ist: Der Mann aus Laramie
Ein ganz normaler Held

Aufrechter Amerikaner: James Stewart

Für sein Vaterland setzt er im Krieg sein Leben aufs Spiel, auf der Leinwand zeigt er sein Facettenreichtum in über 100 Filmen. James Stewart gilt bereits zu Lebzeiten als einer der größten und ehrlichsten Hollywood-Schauspieler, zu dem die Filmwelt aufblickt. Nach seinem Tod wird er zur Legende mit einem Lebenswerk, das ihm kaum einer nachmachen wird. Er ist ein wahrer Held, im Film wie im wirklichen Leben.
Von  Bettina Friemel/Filmreporter.de, 20. Mai 2018

James Stewart in "Mein Freund Harvey"

James Stewart in "Mein Freund Harvey"

Als James Stewart 1985 von der Academy mit einem Lifetime Achievement Award geehrt wird, bekommt er zehn Minuten Standing Ovations. Die Schauspielerei ist aber nicht seine erste Wahl. Als Kind entdeckt der kleine Jimmy zunächst seine Liebe zu Flugzeugen. Doch sein Vater will etwas Besseres für ihn und schickt ihn auf die Princeton Universität, damit Sohnemann Architektur studiert. Die Faszination für Flugzeuge aber bleibt und James beeindruckte seine Professoren mit einem gewagten Konzept für ein Flughafengebäude, das ihm sogar ein Stipendium einbringt. Während des Zweiten Weltkrieges meldet er sich bei der US Air Force und wird zum Kampfpiloten ausgebildet. Damit ist er der erste Filmstar, der in den Krieg zieht und für sein Vaterland kämpft. Zahlreiche erfolgreiche Einsätze bringen ihm diverse Auszeichnungen ein. Im Flugzeug fühlte er sich einfach zuhause.

James Stewart

James Stewart

Lebenskünstler auf Oscarkurs
1941 schließt sich James Stewart der Air Force an. Damals ist er bereits ein gefeierter Schauspieler und sogar einer der bestbezahlten. Er ist seit 1935 bei MGM unter Vertrag, was er seinem Kumpel und Mitbewohner Henry Fonda zu verdanken hat. Nach dem Studium spielt er in der Theatergruppe Falmouth Players und findet so seinen Weg an den Broadway. In Komödien spielt er aufgrund seines ruhigen Naturells meist den Schüchternen und Gutherzigen, der ungewollt in Turbulenzen hineingerät. Erste Spuren im Westerngenre hinterlässt er mit "Der große Bluff" (1939). 1938 besetzt ihn Frank Capra für "Lebenskünstler", eine Zusammenarbeit, die bald Früchte tragen sollte. In "Mr. Smith geht nach Washington" (1939) liefert Stewart eine seiner besten Leistungen und erhält dafür seine erste Oscar-Nominierung. Die Auszeichnung sollte er bereits ein Jahr später für "Die Nacht vor der Hochzeit" kriegen, was von vielen als Entschädigung dafür gesehen wird, dass es mit der wesentlich besseren Leistung im Vorjahr nicht geklappt hat. Ein weiterer Capra-Film wird zu Jimmys Karrierehöhepunkt. "Ist das Leben nicht schön?" wird 1946 wegen seiner düsteren Handlung vom Publikum verschmäht, zählt inzwischen jedoch zu den Weihnachtsklassikern, die jedes Jahr wieder im Fernsehen gezeigt werden.

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