Retronews: Karrierestart in "Quo Vadis" | FILMREPORTER.de
Filmreporter-RSS

RETRO News

Peter Ustinov und Patricia Laffan
Große Stars ganz klein

Karrierestart in "Quo Vadis"

Deutschland darf sich auf ein monumentales Werk freuen. Bereits 1951 wurde Mervyn LeRoys dreistündiger Farbfilm abgedreht, aber erst jetzt, im Jahre 1954, kommt das Werk mit deutscher Synchronisation in die Kinos. Frühere Verfilmungen des Romans von Henryk Sienkiewicz stießen bereits auf eine positive Resonanz, Regisseur LeRoy konnte sich über stolze acht Oscar-Nominierungen freuen.
Von  Indra Fehse/Filmreporter.de, 11. September 2018

Peter Ustinov als Kaiser Nero

Peter Ustinov als Kaiser Nero

Der Weg von "Quo Vadis"
Lange bevor es bewegte Bilder auf Zelluloid gab, wurde "Quo Vadis" bereits auf der Theaterbühne inszeniert. Auch zur Stummfilmzeit waren die Themen des Romans - Liebe und Religion - populär. Kinozuschauer ließen sich von der brisanten Thematik bereits 1902, 1912 und 1925 in den Bann ziehen. Die amerikanische Produktionsfirma Metro-Goldwyn-Mayer setzt dem Ganzen nun die Krone auf und produziert mit "Quo Vadis?" ihren kostspieligsten Film.

Gedreht wurde in der italienischen Filmstadt Cinecittà. Für die Dreharbeiten wurden 30.000 Statisten und Kostüme, 110 Darsteller, 450 Pferde und 63 Löwen benötigt. Diese beeindruckenden Zahlen sind nun auch endlich auf den deutschen Kinoleinwänden zu bewundern.

Robert Taylor und Deborah Kerr

Robert Taylor und Deborah Kerr

Wiege großer Schauspieler
Nicht nur Sir Peter Ustinov begann mit seinem gelobten Auftritt als Kaiser Nero im Monumentalfilm "Quo Vadis" eine glanzvolle Karriere. So erhielt er 1961 und 1965 jeweils den Oscar als bester Nebendarsteller für seine Rollen in "Spartacus" und "Topkapi". Auch andere spätere Topstars gehörten zum "Quo Vadis"-Cast. In der Rolle eines Sklavenmädchens gab Sophia Loren ihr Schauspieldebüt.

Auch Elizabeth Taylor und Audrey Hepburn sind in Nebenrollen zu sehen. Angeblich wurde Taylor im Vorfeld für die Rolle der Lygia in Erwägung gezogen. Schließlich übernahm Deborah Kerr diese Aufgabe. Auch der schlagkräftige Schauspieler Bud Spencer feierte in "Quo Vadis" seinen ersten Auftritt als Darsteller, wenn auch nur als Statist. Auch wenn Mervyn LeRoys beeindruckende Regiearbeit bei der Oscar-Verleihung leer ausging, bescherte sie diversen Schauspielern den Start in eine große Karriere.
Indra Fehse/Filmreporter.de - 11. September 2018
Newsübersicht: KinoFestivalDVDStarsKurznewsRetroNews

Zum Thema

Porträt zu Audrey Hepburn

Audrey Hepburn

Darstellerin
Die knabenhafte und rehäugige Schauspielerin gilt als das größte Modeidol des 20. Jahrhunderts. Zu ihren bedeutendsten Filmerfolgen gehören... weiter

Porträt zu Sophia Loren

Sophia Loren

Darstellerin
In den 1960er Jahren gilt sie neben Marilyn Monroe, Brigitte Bardot, Gina Lollobrigida und... weiter

Porträt zu Elizabeth Taylor

Elizabeth Taylor

Darstellerin
Elizabeth Taylor ist eine Ikone. Bereits als Kind agierte die 1932 geborene Diva vor der Kamera. Lassie - der berühmte Filmhund - war einer ihrer... weiter

Filmplakat zu Quo Vadis

Quo Vadis

"Quo Vadis" war wohl Mervyn LeRoys aufwendigste Monumentalverfilmung seiner Karriere. Zwar zog der Regisseur die kostengünstigeren Cinecittà-Studios in der Nähe von Rom den... mehr
Szene aus "Leinen aus Irland"

Weitere Retronews: Am Set in Österreich

Dreharbeiten werden oft von neugierigen Zuschauern beobachtet. Scharen von Menschen... weiter
Der Meister bei seiner Arbeit auf dem Hochsitz

Die Kunst des Regisseurs

Spricht man von einem Film, so denkt man meist nur an die Schauspieler. Zweifelsohne... weiter
Cover des Spiegels am 15. Oktober 1952

Theo Lingen auf der Flucht

Zwei deutsche Superstars sind in einem neuen Film zu sehen. Wie das Magazin Der... weiter
© 2018 Filmreporter.de