RETRO News
Der Stern
Heinz Rühmann als Regisseur
Lügen über Lügen
Heinz Rühmann als Regisseur
Man mag es kaum glauben. Der stille, freundliche Herr von nebenan hat tatsächlich auf dem Regiestuhl Platz genommen. Die Rede ist von Heinz Rühmann, den man aus zahlreichen Filmen kennt, der nie ein lautes Wort von sich gibt und für seine Besonnenheit berühmt ist. Nun wagt er sich an eine Komödie von Hans Schweikart. "Lauter Lügen" heißt das Stück, das derzeit gedreht wird. Der Stern begleitete die Dreharbeiten und berichtet darüber in seiner November-Ausgabe 1938.
Von  Andrea Niederfriniger, Filmreporter.de,  5. Dezember 2018
Der Stern
Hilde Weissner als ambitionierte Amerikanerin
Still und leise
Im Berliner Staatstheater wurde Hans Schweikarts gleichnamiges Lustspiel bereits mit großem Erfolg aufgeführt. Nun soll es auch die Leinwand beglücken. "Lauter Lügen" dreht sich um einen richtigen Mannskerl, ein Autorennfahrer (Albert Matterstock), der sich nach einem Unfall in einem Sanatorium in Cortina kuriert. Dort verliebt sich der verheiratete Mann in die temperamentvolle und extravagante Amerikanerin Joan (Hilde Weissner). Seine Frau Garda (Hertha Feiler) erfährt von der Liaison und schmiedet gemeinsam mit der Geliebten ihres Mannes einen Plan.

In diesem Liebeswirrwarr, voll von Lächerlichkeiten und Blamagen, bringt Heinz Rühmann das unbeschwerte Albern, für das er so berühmt ist, voll zum Zuge. Verlegene und gleichzeitig freche Blicke, leises Lachen und kleine Gesten, darauf legt der nunmehr ehemalige Schauspieler wert. Man darf sich also auf dieses kleine Lustspiel voller Lügen freuen.
Der Stern
Fita Benkhoff, Hertha Feiler und Ursula Ulrich in "Lauter Lügen"
Kleiner Erfolg - großer Erfolg
"Lauter Lügen" war Heinz Rühmanns erste Arbeit als Regisseur. Es folgten zwar noch weitere Arbeiten unter seiner Obhut, aber richtig Fuß fassen konnte er als Regisseur nicht. Dafür feierte er große Erfolge als Schauspieler und wurde bereits zu Lebzeiten zur Legende. "Lauter Lügen" wurde noch vor seiner Urraufführung in Hamburg am 23. Dezember 1938 unter Jugendverbot gestellt und erhielt das Prädikat künstlerisch wertvoll.
Von  Andrea Niederfriniger, Filmreporter.de,  5. Dezember 2018

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