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RETRO News

Seltsame Kamerasprache im Jahr 1939
Geheimnisse der Filmsprache

Von Galgen und Mühlen

Filme bieten den Zuschauern die Möglichkeit, die Wirklichkeit zu vergessen und in andere Welten abzutauchen. Präsentiert wird aber nur das Endprodukt eines langwierigen Prozesses. Wie aber sieht es an einem Filmset wirklich aus, mittels welcher Werkzeuge entstehen die großen Werke der Leinwand? Der Stern verschafft sich in seiner Juliausgabe 1939 einen Einblick in die unbekannte Welt der Filmsprache.
Von  Ann-Catherin Karg/Filmreporter.de, 31. Dezember 2018

Eine andere Filmsprache

Eine andere Filmsprache

Hätten Sie's erraten?
Der Stern hat sich auf dem Gelände der Ufa umgeschaut und umgehört. Für Laien ist die Filmsprache nämlich fast schon eine Fremdsprache. Hört man das Wort Mühle, denkt man normalerweise an das Mahlen von Getreide oder Kaffee. Am Filmset wird die Kamera als Mühle bezeichnet. Ob dies wohl ein Hinweis darauf ist, dass sich die Mühlen des Filmens oftmals langsam drehen? In der wundersamen Filmwelt gibt es aber noch mehr Ausdrücke, die etwas ganz anderes bedeuten als in der alltäglichen Umgangssprache.

So versteht man hier unter Saft nicht etwa ein Getränk aus gepressten Früchten. Saft ist hier der elektrische Strom, ohne den kein Film der Welt produziert werden könnte. Ein anderer Begriff genießt in der Filmsprache weit mehr Sympathien als in der Realität. Kommt ein Mensch an den Galgen, hat sein letztes Stündlein geschlagen. Anders beim Film: Hier kommen die Mikrofone an den Galgen, damit die Tontechniker die Töne von der Kamera ungesehen einfangen können.

Das Mikrofon am Galgen

Das Mikrofon am Galgen

Von Saft zu CGI
Für die menschlichen Ohren des Jahres 1939 klangen die Worte Saft für Strom und Galgen für Mikrofonhalter völlig fremd. Aber sind Filmfans heute aufgeklärter? Davon kann man kaum ausgehen, zudem erschweren fremdsprachige, technische Begriffe und Abkürzungen ein laiengerechtes Verständnis der Fachbegriffe.

Ein filmisches Mittel, das heute in vielen Werken zur Anwendung kommt, ist das so genannte CGI (Computer-Generated Imagery). Der Begriff bezeichnet mittels 3D-Computergrafik entstandene Bilder. Vorreiter im Hinblick auf CGI-Effekte war George Lucas mit seiner ersten "Star Wars"-Trilogie. "Toy Story", "Ice Age" oder "Ratatouille" hätte es ohne CGI wohl nicht gegeben.
Ann-Catherin Karg/Filmreporter.de - 31. Dezember 2018
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