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Szene aus "So endete eine Liebe"
Willi Forst und Paula Wessely wieder vereint

Atmosphäre eines Scheinwerferlichts

Nicht lange ist es her, seit Willi Forst und Paula Wessely mit der Romanze "Maskerade" einen grandiosen Erfolg feierten. Während Wessely durch ihre Schönheit und Schauspielkunst auffiel, triumphierte Forst als Regisseur. Für Karl Hartls neuesten Streich "So endete eine Liebe" arbeiteten die zwei wieder zusammen - und zwar vor der Kamera. Ein Reporter der Filmwelt hat die Dreharbeiten in den Berliner Jofa-Ateliers besucht.
Von  Ann-Catherin Karg/Filmreporter.de, 28. August 2012

Gustaf Gründgens als Fürst Metternich

Gustaf Gründgens als Fürst Metternich

Napoleon trennt Liebespaar
Das Magazin Filmwelt berichtet in seiner Ausgabe vom 16. September 1934 über die Romanze. Diese spielt in der Zeit während Napoleons Regentschaft. Das Herz der österreichischen Kaisertochter Marie-Louise (Paula Wessely) schlägt für den Herzog von Modena (Willi Forst). Dieser erwidert die zärtlichen Gefühle, doch die Staatspolitik steht dem Glück des jungen Paares entgegen. Nach der Scheidung von Josefine braucht Napoleon eine neue Frau, seine Wahl fällt ausgerechnet auf die habsburgische Prinzessin. Kaiser Franz I. (Franz Herterich) kann seine Tochter nicht beschützen, gegen den Wunsch des mächtigen Herrschers kann er nicht aufbegehren.

Am Tag unseres Besuchs der Dreharbeiten wird eine besonders tragisch-anrührende Szene gedreht. Vier Jahre nach ihrer ersten Begegnung sehen sich Marie-Louise und der Herzog von Modena wieder. Die amourös Verklärte denkt, der Herzog würde sie nun endlich zu sich holen, nicht ahnend, dass gerade er zum Wegbereiter von Napoleons Heiratsplan auserkoren wurde. Als die Scheinwerfer erlischen, ist der Zauber der Szene aber schon wieder verflogen.

Paula Wessely und Willi Forst

Paula Wessely und Willi Forst

Geliebt und umstritten
Paula Wessely wurde in den 1930er Jahren zum Publikumsliebling einer ganzen Generation. Schon ihr erster Film "Maskerade" von 1934 war ein Kassenschlager. Die Zeit des Nationalsozialismus prägte ihre Karriere und beeinflusste sie auch über das Ende des Zweiten Weltkriegs hinaus. Die Hauptrolle im Propagandafilm "Heimkehr" von 1941 hing ihr ein Leben lang nach.

Paula Wessely war die wohl berühmteste und umstrittenste österreichische Schauspielerin des 20. Jahrhunderts. Nach 1945 versuchte sie sich als Produzentin, gab dies jedoch bald wieder auf. Sie gehörte zum Ensemble des Wiener Burgtheaters, wo sie bis ins hohe Alter an der Seite ihres Mannes Attila Hörbiger auftrat. Sie starb im April 2000 im Alter von 93 Jahren.
Ann-Catherin Karg/Filmreporter.de - 28. August 2012
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