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RETRO News

Burl Ives
Film und Frau

Macht hat stets ihren Preis

Neuer Film von Henry Koster
Nach dem Krieg strömten Amerikaner scharenweise nach Europa, teils aus beruflichen Gründen, teils aus Mitleid oder Interesse an den kriegszerstörten Ländern und deren Bevölkerung. Und wie es immer so ist: Das Fremde vermag am meisten zu faszinieren. Wie viele gemischtnationale Liebespaare sind wohl aus dieser Zeit hervorgegangen? Nun hat sich mit Henry Koster ein deutscher Regisseur diesem Zeitabschnitt der jüngsten Geschichte gewidmet und in Amerika eine solche Liebesgeschichte mit dem Titel "Die Macht und ihr Preis" verfilmt.
Von  Ann-Catherin Karg/Filmreporter.de,  19. Juni 2020
Elisabeth Müller
Film und Frau
Elisabeth Müller

Amerikaner mit Moral

Die Zeitschrift Film und Frau berichtet in ihrer Ausgabe des dritten Quartals 1957 über die rührende Geschichte. George Salt (Burl Ives), der alternde Präsident eines großen amerikanischen Metallkonzerns, baut gerade seinen Nachfolger auf. Cliff Barton (Robert Taylor) soll dereinst seinen Posten übernehmen und zudem die wunderschöne Nichte des Unternehmers ehelichen. Doch eine letzte Probe hat Barton noch zu bestehen. Um die Position der Firma zu stärken, soll er in London ein Konkurrenzunternehmen um sein Recht an einem afrikanischen Erzlager prellen.

Widerwillig reist er ab, bringt es vor Ort aber nicht übers Herz, die Engländer tatsächlich übers Ohr zu hauen. Als er sich dann auch noch in eine hübsche Deutsche (Elisabeth Müller) verliebt, ist der skrupellose Machtmensch Salt gänzlich erzürnt. Von nun an setzt er alles daran, seinen Zögling aus der Firma und ins Unglück zu treiben. Kommen Barton und die neue Frau an seiner Seite gegen ihn an?


Elisabeth Müller, Robert Taylor
Film und Frau
Elisabeth Müller, Robert Taylor

Flucht vor Nazis nach Amerika

Henry Koster verliebte sich schon früh in die Filmwelt. Als er fünf Jahre alt war, eröffnete sein Onkel ein Kino, in welchem sich der Knabe lange herumtrieb. Mit Mitte 20 assistierte er Regisseur Kurt Bernhardt und sprang kurzerhand ein, als dieser am Set erkrankte. Nach einer Prügelei mit einem SS-Offizier musste Koster Nazi-Deutschland verlassen, zog zunächst nach Wien und 1936 in die USA.

Dort bekam er Verträge bei großen Filmstudios wie Universal, Metro-Goldwyn-Mayer und 20th Century Fox. 1948 wurde er für "Jede Frau braucht einen Engel" mit Cary Grant und David Niven für einen Oscar nominiert. 1965 zog er sich aus dem Filmgeschäft zurück. Henry Koster starb im Jahr 1988 im kalifornischen Camarillo.
Von  Ann-Catherin Karg/Filmreporter.de,  19. Juni 2020

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