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Elisabeth Markus, Maria Landrock
Filmwelt

Maria Landrock in verstaubter Umgebung

Aufruhr im Damenstift

Was macht eine Komödie wahrhaft eindrucksvoll? Meistens der Umstand, dass hinter komischen Situationen stets der Ernst der Dinge zu spüren ist. Der Schriftsteller Axel Breidahl hat sich dieses Motto auf die Fahne geschrieben und es in seiner Komödie "Aufruhr im Damenstift" verwirklicht. Noch während das Stück auf vielen Bühnen aufgeführt wird, hat Regisseur Friedrich Dammann den Stoff für einen Kinofilm adaptiert. Ein Reporter der Filmwelt hat sich den Streifen vorab angesehen. Das Magazin berichtet in der Ausgabe vom 25. April 1941 darüber.
Von  Ann-Catherin Karg/Filmreporter.de,  1. August 2020
Szene aus "Aufruhr im Damenstift"
Filmwelt
Szene aus "Aufruhr im Damenstift"

Zusammenprall der Generationen

Die Geschichte spielt - wie schon der Titel verrät - in einem Damenstift. Dessen Bewohner sind in der überwiegenden Mehrheit vorgestrige Damen, die ihre Tage schrullig und lebensfern in der abgeschotteten Umgebung verbringen. Nach dem Tod der Mutter soll die 17-jährige Kamma von Rüssing (Maria Landrock) ihre Jugend in dem verstaubten Gemäuer verbringen, die Frau Mama hat sie vor ihrem Tod dort eingekauft. Es kommt, wie es kommen muss: Die unterschiedlichen Lebensweisen von Jung und Alt prallen aufeinander, schon bald weicht alle Freude aus dem jungen Mädchen.

Dies ändert sich erst, als ein junger Maler zu Restaurationsarbeiten in den Stift gerufen wird. Die Jugendlichen verlieben sich ineinander, in der Zuneigung zu dem Künstler sieht Kamma einen Ausweg aus ihrem tristen Leben. Bei Nacht und Nebel schleicht sie sich davon, um bei dem Mann ihrer Träume sein zu können, der sich aber alsbald als das Gegenteil erweist. Reumütig und schwanger kehrt die Geflohene zurück. Können die ansonsten so harten, alten Damen sich dem Charme eines Neugeborenen entziehen?


Maria Landrock
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Maria Landrock

Kriegsjahre waren Erfolgsjahre

Die große Zeit der Schauspielerin Maria Landrock waren die Jahre des Zweiten Weltkriegs. Ihr Filmdebüt gab die Berliner Schauspielabsolventin neben Heinrich George in der Abenteuerkomödie "Pedro soll hängen", die nach zweijähriger Arbeit erst 1941 fertig gestellt war. Bis 1943 stand Landrock sechs Mal vor der Kamera.

Nach dem Krieg wurde es ruhiger um sie. Zwar spielte sie immer wieder in einzelnen Folgen deutscher Fernsehserien, verlegte sich aber immer mehr auf die Synchronisationsarbeit. Sie lieh ihre Stimme internationalen Schauspielstars wie Sophia Loren, Jeanne Moreau und Gina Lollobrigida. Landrock starb 1992 in Garmisch-Partenkirchen.
Von  Ann-Catherin Karg/Filmreporter.de,  1. August 2020

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