Der Stern
Franz Lehar
Operettenkönig und Magier von 1.000 Melodien
Retro News: Franz Lehár und der Film
Jeder kennt ihn, den Operettenkönig Franz Lehár und seine unsterblichen Melodien. Doch wer weiß schon, dass der große Komponist auch in einem selbst gedrehten Spielfilm mitwirkte? Und das schon in den 1910er Jahren, wo der Film noch kaum seinen Kinderschuhen entwachsen war.
Von  Ulrich Blanché/Filmreporter.de,  10. September 2021
Der Stern
Franz Lehar
Lehar als Filmdarsteller
1916 spielte sich der Operettenkönig Franz Lehár im Stück "Bist du's lachendes Glück" selbst. Der Tonfilm war noch nicht erfunden, aber Klavierbegleitung gab es schon. Lehár soll sich recht herzlich bei dem Direktor der Filmfabrik bedankt haben und sich sehr über sein erstes filmisches Auftreten gefreut haben. Dies berichtet der Stern in seiner Januarausgabe 1939 in einem großen Beitrag über den Operettenkönig. Ein Werk Lehárs wurde jedoch noch früher als sein erster Auftritt verfilmt, und zwar 1909. Im fernen Brasilien wurde ein Stummfilm nach seinem Welterfolg "Die lustige Witwe" gedreht. Seitdem sind fast alle seiner großen Werke nicht nur im Opernhaus sondern auch auf der Leinwand zu sehen gewesen.
Der Stern
Franz Lehár
Kein Ende in Sicht für "Die Lustige Witwe"
Seit ihrem stummen Filmdebut vor fast 100 Jahren wurde Franz Lehárs Operette "Die lustige Witwe" fast 20 Mal als Filmvorlage verwendet. Eine der letzten Fassungen ist eine Fernseh-Verfilmung aus dem Jahr 2007 von Don Kent. Der 1870 in Komárom (heute Komárno, Slovakei) geborene Lehár ist Zeit seines Lebens auch dem Medium Film zugetan und verfasst unter anderem die Musik zu Filmen, die nicht auf Operetten basierten. Seit den 1920er Jahren arbeitet und lebt er in Bad Ischl, wo er 1948 stirbt.
Von  Ulrich Blanché/Filmreporter.de,  10. September 2021
Zum Thema
Weitere Retronews
Mehr als 14 Jahre arbeitete der berühmte Flieger Charles A. Lindbergh an seinem Buch "Mein Flug über den Ozean", das in Deutschland ein Jahr später als in den USA erschien. Allerdings gingen dem Erscheinen der amerikanischen Originalausgabe "The Spirit of St. Louis" 1953 mehrere Diskussionen, um nicht zu sagen, Skandale voraus. Vor allem aufgrund seiner politisch umstrittenen Position.
In Berlin unter den Linden spielt das neue Melodram von Gerhard Lamprecht. Es trägt den Titel "Die Geliebte" und ist in den 1910er Jahren angesiedelt. Willy Fritsch spielt einen feschen Offizier, der sich Hals über Kopf verliebt und sogar den Dienst quittieren will. An seiner Seite sehen wir erstmals die junge Schauspielerin Viktoria von Ballasko.
Wir schreiben das Jahr 1939. Gerade dreht Draufgänger Hans Albers das Drama "Wasser für Canitoga". Er spielt den dahergelaufenen Ingenieur Montstuart alias Nicholson, der dem Chefingenieur Trafford (Peter Voss) die Frau (Hilde Sessak) ausspannt. Dieser ist verzweifelt. Ist Nicholson gar für die Sabotage am Bau der lebenswichtigen Wasserleitung verantwortlich? Die Zeitschrift Der Stern berichtet über die Dreharbeiten im Januar 1939.
2021