FILMREPORTER.DE
Best Entertainment
Filmreporter-RSS

RETRO News

Revue, 14.Oktober 1958, Nr. 21, S. 37, Die Nackten und die Toten
Film Revue

Kommiss-Hengste und Sadisten

Nackte und Tote stehen auf
"Die Nackten und die Toten" ist der neue amerikanische Kriegsfilm von Regisseur Raoul Walsh, der sich gegen den Krieg und seine übertriebene Disziplin und Stupidität wendet. Im Mittelpunkt steht der unfähige General Cummings (Raymond Massey), der mitten im blutigsten Kampf stoisch peinlich genau Pflicht und Ordnung aufrechtzuerhalten versucht.
Von  Ulrich Blanché/Filmreporter.de,  7. Mai 2013
Revue, 14.Oktober 1958, Nr. 21, S. 37, Die Nackten und die Toten
Film Revue
Revue, 14.Oktober 1958, Nr. 21, S. 37, Die Nackten und die Toten

Harter Anti-Kriegsfilm

Basierend auf dem gleichnamigen Buch des amerikanischen Autoren Norman Mailer aus dem Jahr 1948 schildert der harte Anti-Kriegsfilm den Alltag amerikanischer Soldaten im Pazifik. Sie haben nicht nur unter dem Beschuss des Feindes zu leiden, sondern werden auch von ihrem eigenen, sadistischen Kompaniefeldwebel Sam Croft (Aldo Ray) schikaniert. Der wurde nach dem Betrug seiner Frau immer niederträchtiger und lebt dies als Soldat schamlos aus. Einzig der neue Offizier Hearn (Cliff Robertson) versucht den General und von der Idiotie seiner Disziplinregeln zu überzeugen. Auch will er die Soldaten so führen, dass sie ihn respektieren, ohne ihn zu fürchten. Laut der Film Revue vom 14. Oktober 1958 wird er bald in die deutschen Lichtspielhäuser kommen.


Revue, 14.Oktober 1958, Nr. 21, S. 37, Die Nackten und die Toten
Film Revue
Revue, 14.Oktober 1958, Nr. 21, S. 37, Die Nackten und die Toten

Wie schreibt man "Fuck"?

Die Herausgeber von "Die Nackten und die Toten" überzeugten Norman Mailer, in der Originalausgabe statt "Fuck" wegen der Zensur "Fug" zu schreiben. Später war ihm das eher peinlich, da in Zeitungen Scherze darüber gemacht wurden, er könne das Schimpfwort nicht richtig schreiben. Zumindest inspirierte er damit die 1960er-Jahre- Band "The Fugs".

Die Zensur war zum Zeitpunkt des Filmdrehs zehn Jahre nach Erscheinen des Romans schon etwas offener, zumindest was das Wörtchen "Fuck" angeht. Regisseur Walsh provozierte in seinem letzten Film eher durch explizite Gewaltdarstellungen, für die er spätestens seit seinem Film Noir "Maschinenpistolen" (1950) berüchtigt war. Obwohl "Die Nackten und die Toten" in Amerika bereits im August 1958 im Kino lief und der Bericht in der Film Revue vom Oktober 1958 stammt, dauerte es noch bis Ende September 1959, bis der Film tatsächlich in die westdeutschen Kinos kam.
Von  Ulrich Blanché/Filmreporter.de,  7. Mai 2013

Zum Thema
Als Regisseur Raoul Walsh 1980 mit 93 Jahren starb, hatte er eine 45-jährige Filmkarriere hinter sich. Er begann in den Anfang des 20. Jahrhundert als Regie-Assistent und Schauspieler unter weiter


Weitere Retronews
Rita Hayworth sagt wieder ja Die Hochzeit ist ja bekanntlich der schönste Tag im Leben einer Frau. Wen nimmt es Wunder, dass... weiter
Liz Taylor trägt Trauer Hollywood-Diva Dame Elizabeth Taylor hat ihren wohl schwersten Auftritt hinter sich. In Chicago musste sie... weiter
Diplomaten in Neubabelsberg Es herrscht diese Tage Aufregung in den Neubabelsberger Filmstudios . Der Grund ist ein neuer Film von... weiter
© 2020 Filmreporter.de