Errol Flynn in Die Wurzeln des Himmels
Film Revue
Errol Flynn in Die Wurzeln des Himmels
Helden im Krieg und der Liebe
Retro News: Zwei neue Filme in Deutschland
Die Zeitschrift Der Spiegel berichtet in seiner Ausgabe vom 30. Juli 1952 über zwei neue US-Produktionen, die unterschiedlicher nicht sein können. Handelt es sich bei "Der Held von Burma" um einen Fallschirmjäger-Hauptmann und einem Anti-Kriegsfilm, so dreht es sich beim zweiten Titel um die Literaturverfilmung eines der meistgespielten Versdramen von Edmond Rostands, "Cyrano de Bergerac".
Ricore
Unpathetisch wortkarg
Er ist Haudegen und Poet gleichermaßen. Sein Markenzeichen ist zweifelsohne seine große Nase. Diese musste Hauptdarsteller José Ferrer erst teuer angepasst werden. Angeblich hat das gute Stück rund 20.000 DM gekostet. Viel geholfen hat es ihm nicht, denn Der Spiegel kritisiert die Verfilmung als gegenstandslos. Angeblich wirke das Stück wie eine langwierige Aufführung auf schlecht beleuchteter und zu enger Bühne. Wir sind gespannt, wie das Publikum den Film aufnehmen wird. Positive Resonanz erhält hingegen das Kriegsdrama "Der Held von Burma". Laut Der Spiegel sei es einer der besten, weil unpathetisch wortkargen Kriegsfilme. Errol Flynn spielt darin die Hauptrolle. Er springt hinter japanischen Linien ab, zerstört Radarstationen und beginnt einen männermordenden Rückmarsch. Dennoch sei der Film wenig heroisch, dank Flynns schauspielerischer Leistungen. Wann die beiden Filme in Deutschland starten, ist noch unklar.
Ricore
Gekürzt und gelobt
Die 1950 gedrehte Literaturverfilmung von "Cyrano de Bergerac", unter der Regie von Michael Gordon, verhalf José Ferrer zu seinem ersten und einzigen Oscar. Während seine Leistung hochgelobt wurde, erhielt seine weibliche Ko-Darstellerin Mala Powers vernichtende Kritiken. Das Drama wurde für vier Golden Globes nominiert. José Ferrer erhielt auch hier den Preis für den besten Hauptdarsteller.

Die Kritik der Zeitschrift Der Spiegel zu "Der Held von Burma" wurde international nicht geteilt. Zwar erhielt das Drama drei Oscar-Nominierungen, jedoch nur in Nebenkategorien. Das Lexikon des Internationalen Films schrieb dazu: "Kampf als Abenteuer in einem spannend inszenierten, atmosphärisch dichten Actionfilm, der zu seiner Zeit die Engländer verärgerte, weil der Anteil britischer Truppen am militärischen Erfolg in Burma nicht erwähnt wird. Zwar ist der Film nicht frei von Tendenz, den Krieg als einen Heidenspaß zu verzeichnen, er beeindruckt aber zugleich in einigen sehr menschlichen Szenen." In der Original-Fassung dauert "Der Held von Burma" rund zwei Stunden und 20 Minuten. In den deutschen Kinos kam eine Version in die Kinos, die um eine Dreiviertelstunde gekürzt war.
Zum Thema
Errol Flynn in Die Wurzeln des Himmels
Errol Flynns Glanzzeit waren die 1930er und 1940er Jahre. In zahlreichen Abenteuerfilmen spielte er den Helden und galt als Draufgänger. Sein Drogen- und Alkoholskonsum hinterließen im Laufe der Jahre immer größere Spuren. Auch seine drei Ehen litten darunter. Dazu kamen andere physische..
Weitere Retronews
Grock beim Klavier
Der weltberühmte Clown Grock ist viel unterwegs. Rund acht Monate des Jahres reist er durch die..
Kiddie erzählt von ihrer Schwester
Auch Schauspieler brauchen ein Privatleben
2021