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RETRO News

Titelseiter Münchner Illustrierte Nr. 4 28.01.1956
"Designerkleid" für 2.000 Francs

Audrey Hepburn schockiert Modewelt

Manchmal braucht es nicht viel Aufwand, um aufzufallen oder gar die Gemüter zu erregen. Man muss weder teure Kleidung tragen, noch sich auffällig benehmen. Dies bewies kürzlich wieder Audrey Hepburn. Auf einer Party in Paris erschien die Schauspielerin in einem schlichten Baumwollkleid. Dieses war so raffiniert einfach geschnitten, dass die Anwesenden ihren Augen fast nicht trauten.
Von  Gudrun Schmiesing/Filmreporter.de, 12. November 2013

Stilikone Audrey Hepburn in "Frühstück bei Tiffany" 1961

Stilikone Audrey Hepburn in "Frühstück bei Tiffany" 1961

"Dior? Dessès? Valenciaga?"
"Aus welchem Salon hat sie das?" fragten sich die Partygäste, einige blass vor Neid. Was die Hepburn trug, musste zweifellos von einem kühnen aufstrebenden Designer stammen. Vielleicht war er sogar bei der Feier anwesend, denn es waren einige Modeschöpfer geladen. Wie die Münchner Illustrierte vom 28. Januar 1956 berichtet, wagte Couturier Hubert de Givenchy schließlich zu fragen: "Dior? Dessès? Valenciaga?" Einer seiner Kollegen musste doch dahinter stecken. Audrey lachte auf ihre bezaubernde Art und gab Auskunft. Sie habe das "Meisterwerk" im Pariser Studentenviertel gekauft. Bezahlt habe sie dafür gerade mal 2.000 Francs - umgerechnet sind das knapp 50 DM! Da konnten die Neider nur empört mit dem Kopf schütteln.

Miley Cyrus (Premiere von: Hannah Montana & Miley Cyrus: Best Of Both Worlds Concert In Disney Digital 3D)

Miley Cyrus (Premiere von: Hannah Montana & Miley Cyrus: Best Of Both Worlds Concert In Disney Digital 3D)

Geiz ist geil
Was 1956 für Empörung sorgte, ruft heute keinen Skandal mehr hervor. Seit der Slogan "Geiz ist geil" die Runde machte, ist billig einkaufen salonfähig geworden. Auch wenn ihre Geldbeutel von der Wirtschaftskrise am wenigsten betroffen sind, sehen sich einige Stars gerne auf den Wühltischen um. So wurde Miley Cyrus im April 2009 gesehen, wie sie im spanischen Modehaus Zara bei den Sonderangeboten stöberte. Anschließend kaufte die "Hannah Montana"-Darstellerin reduzierte Oberteile für 29,90 Euro.

Auch Second-Hand-Kleidung wird in Hollywood immer beliebter. Allerdings geht es dabei weniger um den günstigen Preis, sondern darum, etwas Außergewöhnliches zu erhaschen. Julia Roberts und Renée Zellweger kaufen ihre Abendgarderobe gerne im Vintage-Geschäft "Paperback Princess" in Beverly Hills. Dort gibt es Designermode zwischen den 1920er und 80er Jahren im Angebot. Ganz billig ist dieser 'Ausverauf' jedoch nicht. Für ein schlichtes Baumwollkleid zahlt man in "Paperback Princess" schon mal 2.000 Dollar.
Gudrun Schmiesing/Filmreporter.de - 12. November 2013
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