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RETRO News

Szenen einer grausamen Ehe
Film Revue

Robert Siodmak verfilmt Hauptmann-Stück

Eine Frau erlebt die Hölle
Regisseur Robert Siodmak wagt sich an eine filmische Adaption von "Dorothea Angermann". Gerhart Hauptmann schrieb das sozialkritische Drama im Jahr 1926. Nach Angaben der der Zeitschrift Film Revue von 1959, konzentriert sich Siodmak bei seiner Umsetzung auf die Kernhandlung und siedelt diese in der Gegenwart an.
Von  Gudrun Schmiesing/Filmreporter.de,  4. Dezember 2013
Ruth Leuwerik schaut dem Bösen ins Gesicht
Film Revue
Ruth Leuwerik schaut dem Bösen ins Gesicht

Eine verhängnisvolle Ehe

Im Mittelpunkt der Geschichte steht die junge, hübsche Dorothea Angermann (Ruth Leuwerik). Was Männer betrifft, ist sie jedoch recht unerfahren und fällt daher auch auf den erstbesten Mann herein, der ihr über den Weg läuft: Mario (Kurt Meisel). Der gelernte Koch verführt das Mädchen, welche in der Folge ein Kind von ihm erwartet. Dorotheas Vater, Pastor Angermann (Alfred Schieske), duldet jedoch kein uneheliches Kind, und zwingt seine Tochter, den Vater des Kindes zu heiraten. Ungeachtet seiner Gewalt- und Drogenexzesse und der Tatsache, dass ihn Dorothea gar nicht liebt. Diese hat sich inzwischen in den Ingenieur Michael (Bert Sotlar) verliebt. Aus Liebe zu ihrem Vater geht sie jedoch die unfreiwillige Ehe ein. Aber schon bald macht ihr Mario das Leben zur Hölle und verprasst die großzügige Mitgift für Alkohol. Dorothea erleidet eine Fehlgeburt. Als sie ihren Mann endlich zur Rede stellt, kommt es zu einer Auseinandersetzung mit tödlichem Ende.


Sie dürfen nicht zusammen sein: Ruth Leuwerik und Bert Sotlar
Film Revue
Sie dürfen nicht zusammen sein: Ruth Leuwerik und Bert Sotlar

Gerhart Hauptmann - früher und heute

Werke von Gerhart Hauptmann erfreuen sich bei Filmemachern besonderer Beliebtheit. Unter den ersten Verfilmungen befindet sich "Phantom", ein expressionistischer Stummfilm von Friedrich Wilhelm Murnau. Noch bevor Robert Siodmak "Dorothea Angermann" adaptierte, drehte er "Die Ratten" mit Curd Jürgens. Trotz all dieser Stücke, ist und bleibt Hauptmanns Milieustudie "Der Biberpelz" der bei Filmemachern begehrteste Stoff. Dies gilt als eines der bekanntesten Beispiele für Hauptmanns naturalistische Dramen. Darin stiehlt eine Wäscherin einen Biberpelz um ihre Schulden zu begleichen. Seit 1927 wurde das Stück sieben Mal für die Leinwand oder das Fernsehen adaptiert, unter anderem von John Olden im Jahr 1962. In seiner Fassung wird die Pelzdiebin von Inge Meysel verkörpert.
Von  Gudrun Schmiesing/Filmreporter.de,  4. Dezember 2013

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