Inge Egger und Ingrid Simon in "Suchkind 312"
Filmrevue
Inge Egger und Ingrid Simon in "Suchkind 312"
Vermisstendrama "Suchkind 312"
Retro News: Rückkehr - was nun?
Der Krieg hat viele Kinder zu Waisen gemacht. Auch umgekehrt haben Eltern ihre Kinder seit Kriegsbeginn nicht wieder gesehen. So ergeht es auch Inge Egger in Gustav Machatýs Drama "Suchkind 312". Wie die erste Novemberausgabe 1955 der Zeitschrift Film Revue berichtet, spielt sie darin eine Mutter, die ihre Tochter seit elf Jahren vermisst. Sie hat die Hoffnung aufgegeben, das Kind jemals wieder zu sehen. Doch manchmal geschehen noch Wunder.
Von  Gudrun Schmiesing/Filmreporter.de,  5. Februar 2014
Karin Hardt und Ingrid Simon in "Suchkind 312"
Filmrevue
Karin Hardt und Ingrid Simon in "Suchkind 312"
Wunder birgt schweren Konflikt
"Suchkind 312" beschäftigt sich mit der Frage was passiert, wenn ein vermisstes Kind wider Erwarten nach langen Jahren zurückkehrt. Ursula Gothe (Inge Egger) führt im Jahre 1955 ein geordnetes Leben. Sie ist mit dem Regierungsrat Dr. Gothe (Paul Klinger) verheiratet und hat einen vierjährigen Sohn. An ihre Vergangenheit denkt sie kaum noch. Vor elf Jahren war sie mit ihrer kleinen Tochter Martina aus Ostpreußen geflohen. Dabei verlor sie ihr Kind und dessen Vater, ihren damaligen Verlobten Achim Lenau (Alexander Kerst). Ihrem jetzigen Mann hat sie nie etwas von den damaligen Vorkommnissen erzählt. Sie hält Achim und Martina für tot und möchte ihre Ehe mit der Tatsache, ein uneheliches Kind in die Welt gesetzt zu haben, nicht belasten. Als beide jedoch unerwartet wieder auftauchen, ist ein schwerer Konflikt mit ihrem erzkonservativen Gatten vorprogrammiert.
"Suchkind 312"
Filmrevue
"Suchkind 312"
Wiedervereinigung von Familien
"Suchkind 312" basiert auf einem Roman von Hans Ulrich Horster. Hinter diesem Pseudonym verbarg sich der Erfinder, Journalist und Schriftsteller Eduard Rhein (1900-1993). 1946 wurde er Gründungschefredakteur der Fernsehzeitschrift Hörzu. Hierfür rief er eine Suchkind-Aktion in Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz ins Leben. Dabei veröffentlichte er Fotos von Kindern, die im Krieg von ihren Eltern getrennt wurden. Sein Ziel war es, die Eltern der Kinder ausfindig zu machen und sie wieder zu ihnen zurück zu bringen. Dazu inspiriert wurde Rhein vom Schicksal seiner Putzfrau. Diese war im Krieg von ihrem Kind getrennt worden und wusste nicht, ob es noch lebte.
Von  Gudrun Schmiesing/Filmreporter.de,  5. Februar 2014
Zum Thema
Der gebürtige Prager wanderte in den frühen 1920er Jahren in die USA aus, um dort als Filmemacher zu arbeiten. 1933 entstand das Liebesdrama "Extase. Symphonie der Liebe", welches seinerzeit für einen handfesten Skandal sorgte. Im Zentrum steht nämlich eine Frau...
Er sorgte dafür, dass das Fernsehpublikum nicht mehr durch die noch überschaubaren Kanäle zappen mussten. Eduard Rhein war Gründungschefredakteur der ersten Fernsehzeitschrift Hörzu. Unter dem Pseudonym Hans Ulrich Horster veröffentlichte er eine Reihe von Romanen, darunter auch...
Weitere Retronews
Der 44-jährige Bühnen- und Filmschauspieler Curd Jürgens bestellte kürzlich bei einer Solinger...
2021