Szene aus "Macario"
Film Revue
Szene aus "Macario"
Die Macht des Todes
Retro News: "Macario" in Cannes
Zu den heißen Favoriten auf eine Auszeichnung bei den diesjährigen 13. Filmfestspielen in Cannes 1960 gehört Roberto Gavaldóns mexikanisches Gruseldrama "Macario". Wie die Filmzeitschrift Bernard Traven, besser bekannt als B. Traven. Dieser erhielt vergangenes Jahr großes Lob für seine Arbeit an "Das Totenschiff".
Szene aus "Macario"
Film Revue
Szene aus "Macario"
Mysteriöse Erscheinung
In Roberto Gavaldóns Film geht es um die Allmacht des Todes über jeden Stand. Der arme Bauer Macario (Ignacio López Tarso) begegnet drei Geister, nachdem seine Frau ihm einen saftigen Truthahn gekocht hat. Einer von ihnen nennt sich Gott, der zweite Teufel, der dritte bezeichnet sich als der Tod. Jeder von ihnen bittet den Hungrigen, ihm von seinem Mahl abzugeben. Während Macario den ersten beiden diesen Wunsch abschlägt, teilt er mit dem Tod den Truthahn. Als Dank bekommt er von diesem eine Flasche Wasser. Der Inhalt hat besondere Zauberkräfte: Es kann jede Krankheit heilen. Damit ist Macario bald wohlhabender als der Dorfarzt. Doch das Glück währt nicht lange, denn bald wundern sich die Inquisitoren über den plötzlichen Reichtum des Bauern.
Ricore
Mysteriöser Autor
"Macario" wurde 1960 nicht nur für die Goldene Palme bei den Intrnationalen Filmfestspielen in Cannes nominiert, sondern ein Jahr später auch als erster mexikanischer Beitrag für den Oscar als bester fremdsprachiger Film. Allerdings ging das Drama bei beiden Verleihungen leer aus. Während "Macario" international hochgelobt wurde, erntete Roberto Gavaldón im eigenen Land harsche Kritik. Man warf ihm vor, den Film für das nordamerikanische und europäische Publikum nicht aber für mexikanische Zuschaur gemacht zu haben.

"Macario" basiert auf dem Roman "Der dritte Gast" von B. Traven. Die Identität des Autors konnte nie eindeutig geklärt werden. Literaturexperten gehen davon aus, dass Traven 1882 als Otto Feige geboren wurde und im heutigen polnischen Schwiebus aufwuchs. Von 1917 bis 1920 soll er für die anarchistische Münchener Zeitung Der Ziegelbrenner als Autor tätig gewesen sein. Als ihm für seine staatsfeindlichen Aktivitäten die Exekution drohte, floh er zunächst nach England, dann nach Mexiko. Dort verfasste er als B. Traven in erster Linie Abenteuerromane, darunter "Das Totenschiff" und "Die weiße Rose". Letzterer war möglicherweise Namensgeber für die gleichnamige Widerstandsbewegung.
Zum Thema
Szene aus "Macario"
Nachdem ihm seine Frua einen saftigen Truthahn zubereitet hat, begegnet der arme Bauer Macario (Ignacio López Tarso) drei Geister. Einer von ihnen nennt sich Gott, der zweite Teufel, der dritte bezeichnet sich als Tod. Jeder von ihnen bittet den Hungrigen, ihm von seinem Mahl abzugeben. Während Macario den ersten beiden den Wunsch abschlägt, teilt er mit dem Tod den Truthahn.
B. Travens Identität ist bis heute nicht eindeutig geklärt. Angeblich soll er in Deutschland bis Anfang der 1920er Jahre als Otto Feige und schließlich als Ret Marut als Journalist und Schauspieler tätig gewesen sein. Aufgrund der Verbreitung anarchistischer Schriften drohte ihm allerdings die standrechtliche Erschießung. Daher floh er in den 1920er Jahren nach Mexiko. Dort veröffentlichte er als B. Traven in erster Linie Abenteuerromane. Zu den bekanntesten Verfilmungen gehören "Das..
Roberto Gavaldón war einer der ersten mexikanischen Filmemacher, der international große Erfolge feierte. Er begann seine Karriere in den späten 1920er Jahren als Schauspieler und Regieassistent. Dabei lernte er, jede noch so kleine Aufnahme sorgfältig zu planen. In Mexiko machte er sich vor allem mit "La Barraca" einen Namen. Seine Adaption des B. Traven-Romans "Macario" brachte ihm 1960 eine Oscar-Nominierung ein.
Weitere Retronews
Bernhard Goetzke als Erbhof-Bauer
Wirft man das Stichwort Igo Martin Andersen als er ihnen erklärte, genau dort sein einen Spieilfilm drehen zu wollen. Die Das alte Recht" und klärt die Frage, weshalb sich Andersen genau diesen Drehort aussuchte.
Grock beim Klavier
Der weltberühmte Clown Grock ist viel unterwegs. Rund acht Monate des Jahres reist er durch die Weltgeschichte. Die restlichen vier Monate verbringt er am liebsten in seiner Villa Bianca an der italienischen Riviera in Oneglia. Das Haus ließ er sich extra nach seinem Geschmack errichten. Ein großer Garten lädt zum Feiern und gemütlichen Zusammensein von Freunden ein. Der Stern besuchte den Clown und Privatmann in seinem Anwesen und berichtet darüber in der Märzausgabe 1939.
Mutter Margarete, Kiddie, Dolly
Eine halbe Ewigkeit bemühten wir uns um ein Interview mit Schauspielerin Dolly Haas. Da die sich aber mindestens elf Monate im Jahr zu Dreharbeiten in der Weltgeschichte herumtreibt, blieb uns letztlich keine andere Wahl, als ihr Zuhause ohne die Hausherrin aufzusuchen. Schwester Kiddie erklärte sich bereit, uns Auskunft zu erteilen und gewährte uns einen Blick ins Familienalbum. Die Filmwelt berichtet in der Ausgabe vom 27. Mai 1934 über den Ausflug ins Charlottenburger Villenviertel.
2021