RETRO News
Ausschnitt aus "Heldinnen"Film Revue
Neue Heldinnen braucht das Land
In der Ausgabe vom 21. Juni 1960 berichtet die Zeitschrift Film Revue erstmals über den Versuch der Neuinterpretation von Dietrich Haugk. Auch sind die ersten Filmbilder bereits abgedruckt. Weitere folgen in späteren Ausgaben, denn "Heldinnen" verspricht ein unterhaltsames Spektakel zu werden. Immerhin wurden die Protagonistinnen mit zeitgemäßem Make-up versehen. Auch erhielt die Musik von Franz Grothe mit Liedtexten von Dehmel, Schwenn und Charlotte Kerr moderne Zutaten. Letztere schrieb übrigens gemeinsam mit ihrem Gatten, Harry R. Sokal, das Drehbuch zum Filmmusical. Es ist demnach nicht verwunderlich, dass der Titel "Heldinnen" sehr an Sokals erfolgreichem Film "Helden" erinnert, der vor zwei Jahren mit O.W. Fischer realisiert wurde.
Am Set von "Heldinnen"Film Revue
Erfolg im Film und auf der Bühne
Dietrich Haugks moderne Fassung von Gotthold Ephraim Lessings "Minna von Barnhelm oder das Soldatenglück" im Jahr 1960 war nicht der erste Versuch, das Stück neu zu interpretieren. 1940 kam unter der Regie von Hans Schweikart "Das Fräulein von Barnhelm" in die Kinos, 1957 folgte mit Max Douwes' "Minna von Barnhelm of soldatengeluk" eine holländische Produktion. 1962 drehte Martin Hellberg in der DDR "Minna von Barnhelm". 1976 versuchte sich auch Franz Peter Wirth an einer Filmversion. Lessings Bühnenstück ist bis heute das meistgespielte Schauspiel an deutschen Bühnen. Die Uraufführung fand am 30. September 1767 in Hamburg statt. Bis auf ein kurzfristiges Aufführungsverbot wurde es seit dem durchgehend gespielt.

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