Lis Verhoeven in "Bestseller"
Filmrevue
Lis Verhoeven in "Bestseller"
Der Traum eines kleinen Mädchens
Retro News: Lis Verhoevens Theaterkarriere
Die am 11. März 1931 geborene Lis Verhoeven wollte schon von kleinauf in die Fußstapfen ihrer Mutter Doris Kiesow treten. Sie sah ihre Zukunft auf der Theaterbühne. "Das Filmen", so die süße Lis, "war mir zu vertraut, zu selbstverständlich. Vater hat mich schon als Kind in die Ateliers mitgenommen, ich kannte alle Stars persönlich." Die Musik von Richard Strauss hat es ihr dann endgültig angetan, als sie mit 15 Jahren das erste Mal im Theater war. Dies berichtet die Filmzeitschrift Filmrevue in ihrer vierten Ausgabe vom 5. Februar 1957.
Von  Nina Klofac/Filmreporter.de,  27. Oktober 2014
Lis und ihre Schwester Monika
Filmrevue
Lis und ihre Schwester Monika
Weltreise innerhalb Deutschlands
Lis Verhoevens Vater, der berühmte Regisseur Paul Verhoeven, hätte seine Tochter lieber in einem soliden Beruf gesehen. Als sie nach bestandenem Abitur auf die Falckenberg-Schauspielschule ging, war der Papa sehr traurig. Doch schon bald arbeiteten die beiden in einer Inszenierung von "Gefährliche Gäste" zusammen. Sie hatte ein Talent dazu, ihren Willen auf ihre Art und Weise durchzusetzen. Als übersensibler Backfisch geschah dies stets ohne Lärm und Krach. Lis übersprang eine Klasse und spielte schon während ihrer Ausbildung kleinere Rollen an der Münchner Kleinen Komödie.

Oft wurde der jungen Schauspielerin ein eigenartiges Gesicht attestiert, sie selbst beschreibt sich als eitel und wäre niemals bereit, eine Brille aufzuziehen. Am liebsten würde Lis eine Weltreise machen, oder zumindest nach Teneriffa fahren. Zuerst ging es allerdings von München nach Frankfurt an die Städtischen Bühnen. Danach arbeitete sie unter Regie ihres Vaters von 1954 bis 1956 im Ensemble der Münchener Kammerspiele. Dann wurde sie freischaffende Schauspielerin und tingelte quer durch Deutschland.
Lis Verhoeven in "Vergiß die Liebe nicht"
Filmrevue
Lis Verhoeven in "Vergiß die Liebe nicht"
Liebe zum Theater bleibt ungebrochen
Obwohl ihre Theaterkarriere nach wie vor im Mittelpunkt stand, widmete sich Lis Verhoeven ab den 1960er Jahren vermehrt dem Fernsehen. Bekannt machte sie hier ihre Rolle der Mutter Pospischiel in Max von der Grüns-Verfilmung "Zwei Briefe an Pospischiel" (1971), wo sie an der Seite von Eberhard Fechner spielt. Sie wirkte in verschiedensten Krimireihen und auch in der Familienserie "Die Schwarzwaldklinik" mit. Zuletzt war sie 2005 in einer Episode der Krimiserie "SOKO 5113" auf dem Bildschirm zu sehen.

Obwohl Verhoeven eine beachtliche Fernsehkarriere hinlegte, war ihr die Theaterbühne stets das größere Anliegen. Seit 1983 war sie als freischaffende Theaterregisseurin tätig und hielt zudem Schauspielkurse. Sie hat eine Tochter aus ihrer Ehe mit Schauspieler Mario Adorf. Auch Stella Adorf bleibt der Familientradition treu und arbeitet als freischaffende Schauspielerin, unter anderem an den Münchner Kammerspielen.
Von  Nina Klofac/Filmreporter.de,  27. Oktober 2014
Zum Thema
Vater von Dr. Michael Verhoeven und Lis Verhoeven, aber nicht verwand mit "Basic Instinct"-Regisseur Paul Verhoeven. War von 1945 bis 1948 Direktor der Bayerisches Staatsschauspiels München.
Lis Verhoeven in "Bestseller"
Lis Verhoeven ist die Tochter von Regisseur Paul Verhoeven. Sie wird vor allem für wegen ihrer Darstellung von Mutter Pospischiel in Max von der Grüns-Verfilmung "Zwei Briefe an Pospischiel" (1971) bekannt. Darin ist sie an der Seite von Eberhard Fechner zu sehen. Sie wirkt in mehreren Krimireihen..
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