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Marlene Dietrich beäugt verdächtig Vittorio de Sica
Film Revue

Auf der Jagd nach einem Millionär

Marlene Dietrich als verarmte Aristokratin

Hollywood liefert der Welt wieder mal eine reizende Gaunerkomödie. In "Die Monte-Carlo-Story" spielen Marlene Dietrich und Vittorio de Sica verarmte Adelige, die hoffen, in Monte Carlo jeweils einen reichen Ehepartner zu finden. Doch das Schicksal macht ihnen einen Strich durch die Rechnung. Regie in dieser beschwingten Komödie führt zum ersten Mal Drehbuchautor und Stückeschreiber Samuel A. Taylor. Gemeinsam mit Dino Risi verfasste er auch das Drehbuch. Das Filmmagazin Film Revue stellt seinen Lesern das Werk am 13. November 1956 vor.
Von  Willy Flemmer, Filmreporter.de,  7. November 2014
Verliebt in Monte Carlo: Marlene Dietrich und Vittorio de Sica
Film Revue
Verliebt in Monte Carlo: Marlene Dietrich und Vittorio de Sica

Arm aber glücklich

Die Marquise de Crevecoeur (Marlene Dietrich) und Graf Dino de Monterotondo (Vittorio de Sica) haben aus den Jahren ihres Wohlstandes nichts weiter gerettet, als ihre klangvollen Namen. Von ihren Lebensgewohnheiten sind jedoch beide nicht bereit, abzulassen. Auch wenn die Größe ihrer Wünsche im umgekehrten Verhältnis zur Höhe ihres Bankkontos steht. Deshalb begeben sich beide unabhängig voneinander nach Monte Carlo, wo die Schönen und Reichen der Welt dafür sorgen, dass die Moneten nur so zirkulieren. Dort wird es ein Leichtes sein, sich einen reichen Ehepartner zu angeln, glauben sie. Ein toller Plan, wäre da nicht das Schicksal. Mit Blick auf den vermeintlichen Reichtum des jeweils anderen beflirten und verlieben sich die beiden heftig ineinander. So werden sie zwar ein armes, doch glückliches Paar.


Statt Cadillac ist das Fahrrad neues Fortbewegungsmittel des Grafen (Vittorio de Sica)
Film Revue
Statt Cadillac ist das Fahrrad neues Fortbewegungsmittel des Grafen (Vittorio de Sica)

Drehbuchautor Samuel A. Taylor

"Die Monte-Carlo-Story" war das Regie-Debüt von Samuel A. Taylor. Zuvor arbeitete er als Schriftsteller und Drehbuchautor. Bereits mit seinem ersten Bühnenwerk "Glückliche Zeiten" feierte er seinen Durchbruch. Zugleich markierte dieses Stück den Anfang seines Filmschaffens, wurde es doch nur zwei Jahre nach der Uraufführung 1950 für die Leinwand adaptiert. Fortan lieferten Taylors Dramen den Stoff für erfolgreiche Hollywood-Produktionen. So etwa sein erfolgreichstes Bühnenstück "Sabrina", das von Billy Wilder mit Humphrey Bogart und Audrey Hepburn in den Hauptrollen verfilmt wurde. Gemeinsam mit Wilder und Ernest Lehman schrieb Taylor auch am Drehbuch mit - eine Zusammenarbeit, die mit einem Golden Globe und einer Oscar-Nominierung belohnt wurde. Mit "Avanti, avanti!" inszenierte Wilder 1972 ein weiteres Theaterstück von Taylor. Seit "Sabrina" verfasste dieser regelmäßig Kinodrehbücher, darunter für Alfred Hitchcocks Psycho-Thriller "Vertigo - Aus dem Reich der Toten" und "Lieben Sie Brahms?" von Anatole Litvak.
Von  Willy Flemmer, Filmreporter.de,  7. November 2014

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