Dodo heizt den Gästen ein
Film Revue
Dodo heizt den Gästen ein
Hochzeit in adligen Kreisen
Retro News: Eduard von Borsodys Skandal
Eduard von Borsody nimmt in "Skandal um Dodo" die adligen Kreise mächtig auf die Schippe. Mit Darstellern wie Harald Juhnke, Karin Dor, Oskar Sima und Olive Moorefield inszeniert er eine witzige Komödie über die Bedingungen einer nicht standesgemäßen Hochzeit, uneheliche Kinder und Schwächeanfälle unter Blaublütern. Das berichtet die Filmzeitschrift Film Revue in ihrer ersten Ausgabe vom 6. Januar 1959.
Von  Nina Klofac/Filmreporter.de,  16. Mai 2016
Toni (Harald Juhnke) und Helga (Karin Dor)
Film Revue
Toni (Harald Juhnke) und Helga (Karin Dor)
Schockierte Familie von Pritzelwitz
Die neue Komödie des Österreichers Eduard von Borsody ist Garant für viele Lacher. Im Mittelpunkt von "Skandal um Dodo" stehen die Schwierigkeiten einer Hochzeit zwischen Toni (Harald Juhnke) und seiner Helga (Karin Dor). Diese entstammt der adligen Familie von Pritzlewitz, die von den Heiratsplänen der Tochter wenig begeistert ist. Schließlich hat Toni viel zu wenig blaues Blut. Bekanntlich macht Liebe jedoch einfallsreich und so kauft sich Toni den fehlenden Adelstitel fürs große Glück einfach.

Das Chaos findet auf der Hochzeitsfeier jedoch seine Fortsetzung. Hier erscheint plötzlich Dodo (Olive Moorefield), die uneheliche Tochter des biederen Herrn Pietsch (Oskar Sima). Daraufhin erleidet Gräfin Agathe von Pritzelwitz einen Schwächeanfall. Dodo mischt die Hochzeitsgesellschaft mit ihren Tanzeinlagen weiter auf. Durch ihre plötzliche Hochzeit mit dem bankrotten Grafen von Pleitenstein (Hubert von Meyerinck) bringt sie das Fass schließlich zum Überlaufen.
Ohnmachtsanfall einer Adligen
Film Revue
Ohnmachtsanfall einer Adligen
Widersprüchliche Botschaften
Hauptdarstellerin Olive Moorefield war in Österreich bereits vor ihrem Engagement als Dodo ein Begriff. Sie machte sich zunächst als Opern- und Musicalsängerin einen Namen. Die gebürtige Pittsburgherin machte sich in den Folgejahren unter anderem als Cassy in "Onkel Toms Hütte" oder in "Straße der Verheißung" einen Namen. "Skandal um Dodo" war einer der ersten deutschsprachigen Filme, in denen eine dunkelhäutige Hauptdarstellerin zu sehen war.

Dass ausgerechnet Eduard von Borsody bei diesem Projekt Regie führte, muss Verwunderung, wenn nicht sogar Entsetzen hervorrufen. Denn von Borsody wirkte zu Beginn seiner Karriere an zwei Propagandafilmen der Nationalsozialisten mit. Seine Filmarbeit für das NS-Regime hat seiner weiteren Karriere jedoch nicht geschadet. Er ist der Vater von Schauspieler Hans von Borsody und der jüngere Bruder des Szenenbildners Julius von Borsody. Der Regisseur verstarb 1970 im Alter von 72 Jahren in Wien.
Von  Nina Klofac/Filmreporter.de,  16. Mai 2016
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Olive Moorefield
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