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Waghalsige Schwingübung für Jean Marais
"Mein Schwert für den König"

Jean Marais als Artist

Jean Marais scheint wirklich ein Arbeitstier zu sein. Nur drei Tage nach Beendigung seiner viermonatigen Theatertournee steht der französische Allrounder erneut vor der Kamera. In seinem neuen Projekt lässt er die Zuschauer mal wieder so richtig mitfiebern, wenn er sich mutig den Gegnern stellt oder waghalsig durch die Lüfte fliegt. Es ist seine Paraderolle.
Von  Nina Klofac/Filmreporter.de, 10. Januar 2014

Man sieht Jean Marais die Anstrengung an

Man sieht Jean Marais die Anstrengung an

Königliche Kämpfe
In der Rolle des Francois de Capestang in "Mein Schwert für den König" kämpft sich Jean Marais um Kopf und Kragen. Als wagemutiger Chevalier gerät der Franzose in ein Abenteuer nach dem anderen. Er besteht die Hau-, Fecht-, Reit- und Kampfszenen mit Bravour. Zur Vorbereitung hatte der mutige Schauspieler einiges auf sich genommen, unter anderem waren schwierige Reitübungen dabei. So schwingt er sich etwa an einem zehn Meter langen Seil durch einen hohen Raum und springt auf ein wartendes Pferd.

Den historischen Hintergrund des Abenteuers bildet die Zeit des 17. Jahrhunderts unter der Herrschaft Louis' des XIII, wie die Fachzeitschrift Filmrevue in ihrer zwölften Ausgabe vom 7. Juni 1960 berichtet. An Marais' Seite sind seine altbekannten Filmpartner Elsa Martinelli ("Und vor Lust zu sterben") und Bourvil ("Zwei Mann, ein Schwein und die Nacht von Paris") zu sehen. Das Projekt steht unter Regie von André Hunebelle, der sich mit "Die Abenteuer der drei Musketiere" (1953) und "Casino de Paris" (1957) einen Namen machte. Als Drehort wählte der Regisseur kein geringeres Plätzchen als den Geburtsort des damaligen Königs. Das Schloss Fontainebleau diente als perfekte Kulisse für die Fechtszenen.

Ein Meister am Schwert: Jean Marais

Ein Meister am Schwert: Jean Marais

Kultiger Kettenraucher?
Jean Marais widmete sich ab den 1970er Jahren vermehrt dem Theater. Zeit seines Lebens war der Franzose Kettenraucher, was ihm letztlich auch zum Verhängnis wurde. Am 8. November 1998 starb er im Alter von 88 Jahren an einer Lungenkrankheit. Er wurde in Vallaurius beigesetzt. Regisseur André Hunebelle blieb dem Film weiter erhalten. 1965 drehte er das Action-Abenteuer "OSS 117 - Pulverfaß Bahia". Ebenso führte er Regie beim Mehrteiler "Fantomas" (1964), dessen Aushängeschild der französische Komödiant Louis De Funès war. Die Reihe erreichte Kultstatus.
Nina Klofac/Filmreporter.de - 10. Januar 2014
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