Film Revue
Debra Paget in Der Tiger von Eschnapur
Debra Paget in Farbe
Retro News: Fritz Langs Indien-Abenteuer
"Metropolis"-Regisseur Fritz Lang verfilmt die zweiteilige Stummfilm-Reihe "Der Tiger von Eschnapur" und "Das indische Grabmal" aus dem Jahre 1921 neu. Der Regisseur möchte den Dramen mit der fortgeschrittenen Technik eine neuzeitliche Note verschaffen. Es soll ein bengalisches Feuerwerk werden, wie die Filmzeitschrift Film Revue am 20. Januar 1959 berichtet. "Prinz Eisenherz"-Mimin Debra Paget schlüpft in die Rolle der Tempeltänzerin Seetha, um die sich Maharadscha, Fürst und deutscher Ingenieur streiten.
erschienen am 25. Februar 2015
Film Revue
Der Tiger von Eschnapur
Bauchtanz und Intrigen
Harald Berger (Paul Hubschmid) wird nach Indien geholt. Der deutsche Ingenieur soll für den Maharadscha Schulen und Krankenhäuser bauen. Auf dem Weg dorthin trifft Berger auf die schöne Seetha (Debra Paget) und rettet sie in letzter Sekunde vor einem indischen Tiger. Als Dank für die Rettung der Tempeltänzerin beschenkt der Herrscher Chandra (Walter Reyer) den Deutschen mit einem Smaragdring. Seetha tanzt für den Maharadscha, der sie daraufhin zur Frau nehmen will. Doch auch Berger ist der Frau mit europäischen Wurzeln verfallen. Bösewicht Fürst Padhu (Jochen Brockmann) ist die bevorstehende Hochzeit zwischen Chandra und Seetha ein Dorn im Auge, da er Machthaber von Indien werden will. Gemeinsam mit Chandras Halbbruder Fürst Ramigani (René Deltgen) lässt er Seetha entführen. Chandra kann seine Liebste wieder befreien und bringt sie in den Seepalast. Dort erhält sie heimlichen Besuch von Berger. Das Verhältnis fliegt auf und der erboste Chandra wirft Berger dem Tiger zum Fraß vor. Er kann den Tiger jedoch bezwingen und begibt sich mit Seetha auf die Flucht vor dem Maharadscha.
Film Revue
Der Tiger von Eschnapur
Farbenfroher Fritz Lang
Fritz Lang war bei der ersten Verfilmung von "Der Tiger von Eschnapur" im Jahre 1921 als Drehbuchautor beteiligt. Die Regie übernahm der Österreicher Joe May, der das Original als schwarz-weißen Stummfilm drehte. Lang nutzte 1959 die weiterentwickelte Technologie und brachte das zweiteilige Remake mit Ton und in Farbe erneut in die Kinos. Im Gegensatz zu seinen sonst eher düsteren Werken, wollte Lang diesmal einen farbenfrohen Film auf die Leinwand bringen. Der Drehbuchautor, Darsteller und Regisseur prägte mit seinen Klassikern "Metropolis" aus dem Jahr 1927 und "M - Eine Stadt sucht einen Mörder" von 1931 die Filmgeschichte.
erschienen am 25. Februar 2015
Zum Thema
Der 1890 in Wien geborene Regisseur blickt gleich auf zwei erfolgreiche Karrieren zurück, eine in der Zeit der Weimarer Republik, die zweite in Hollywood. Als Lang 1933 von Goebbels die Leitung der Deutschen Filmproduktion angeboten bekommt, entscheidet er sich für das Exil und wandert über Frankreich nach Hollywood aus. In den 1920er Jahren ist Lang zunächst politisch uninteressiert. Dennoch ist Langs Werk von Anfang an zeitbezogen. Wie kaum ein anderer Filmemacher schafft er es, die Qualität..
Debra Paget stammt aus einer Schauspielerfamilie. Im Alter von 14 wird sie unter Vertrag genommen und debütiert 1948 in "Schrei der Großstadt". 1956 steht die 1.57 Meter große Darstellerin mit Elvis Presley in dessen Filmdebüt "Pulverdampf und heiße Lieder" vor der Kamera. In Fritz Langs "Das indische Grabmal" spielt sie 1958 eine Tänzerin. Sieben Jahre später beendet Paget ihre Schauspielkarriere. Heute lebt sie im texanischen Houston.
Der deutsche Ingenieur Harald Berger (Paul Hubschmid) ist auf der Flucht vor dem Maharadscha von Eschnapur. Der teilt Bergers Liebe für die Tempeltänzerin Seetha und will den Nebenbuhler aus dem Weg räumen. Fritz Langs Fortsetzung von "Der Tiger von Eschnapur".
Der deutsche Ingenieur Harald Berger (Paul Hubschmid) soll für den Maharadscha von Eschnapur (Walter Reyer) Bauwerke errichten. Auf der Reise indischen Herrscher begegnet Berger der Tempeltänzerin Seetha - und rettet sie vor einem gefährlichen Tiger. Etwas klischeehafte Darstellung der indischen Gesellschaft. Trotzdem hat das exotischen Filmabenteuer von Fritz Lang einen unwiderstehlichen nostalgischen Charme. Ob Tempeltanz, Intrigen oder Tigerjagd - hier zählen nicht große Worte, sondern die..
Weitere Retronews
Im Herbst 1957 veröffentlicht die Zeitschrift Hildegard Knef den Vortritt. Ihr Alraune-Lied "Vom einsamen Mädchen" gehöre zu seinen schönsten Schallplatten. Singen könne sie nicht, aber sie habe das gewisse Etwas. Der Bericht wird abgerundet mit einem Zitat von Erich Kästner: "Sie singt, was sie weiß. Und sie weiß, was sie singt."
In Hollywood haben die Dreharbeiten zu einem interessanten Film begonnen. "Warlock" wird mit Stars wie Henry Fonda und Anthony Quinn als große Produktion angekündigt. Es wird erwartet, dass der Abenteuerfilm sich unter der Regie von Edward Dmytryk zu einem Kassenschlager entwickelt.
Zwei westdeutsche Filmtheater können sich rühmen, als erste europäische Kinos ihre Zuschauer mit einem 3D-Film unterhalten zu haben. Der Düsseldorfer Europalast und das Stuttgarter Universum zeigen "Bwana, der Teufel" in diesem neuen Format. Die Reaktionen des Publikums waren gemischt. Sie reichten vom wortlosen Knurren zu spitzen Bemerkungen über die Naivität der Handlung.
2022