FILMREPORTER.DE
Best Entertainment
Filmreporter-RSS

RETRO News

Baranowski (Hansjörg Felmy) auf dem Weg in seine Zelle

Film Revue

Erschreckender Anti-Kriegsfilm

Falk Harnacks unruhige Nacht

Heiter sind viele Filme seit dem Kriegsende. Das Publikum soll unterhalten und nicht an die schlimmen Zeiten erinnert werden, spekuliert die Filmzeitschrift Film Revue am 28. Oktober 1958. Hin und wieder komme dennoch eine Produktion, der den Zuschauer erschüttern soll. So auch Falk Harnacks ("Wie ein Sturmwind") Verfilmung des Romans "Unruhige Nacht" von Albrecht Goes. Der deutsche Schriftsteller wollte mit seinem Werk eine Geschichte gegen den Krieg erzählen. Im Juli nächsten Jahres kommt die Leinwandadaption in die deutschen Lichtspielhäuser.
Von  Isabel Pluta/Filmreporter.de,  7.10.2015

Ljuba (Ann Savo) fürchtet um ihren Geliebten (Hansjörg Felmy)

Film Revue

Warten auf den Tod

Fedor Baranowski (Hansjörg Felmy) ist Obergefreiter des deutschen Heeres. Seit er auf einem Wehrmachtsformular einen Liebesbrief an seine ukrainische Geliebte geschrieben hat, wird er von Hunden und Gendarmen gejagt. Mit letzter Kraft kann er sich in das Haus seiner angebeteten Ljuba (Ann Savo) retten. Er ist halb verhungert und abgekämpft von der Flucht. Die Freude über das Wiedersehen hält nur kurz an, denn der Flüchtling ist auch dort nur für kurze Zeit in Sicherheit. Baranowski wird geschnappt und wegen Fahnenflucht zum Tode verurteilt. Auf ihn wartet am nächsten Morgen das Erschießungskommando.

In seiner letzten Nacht auf Erden erhält er Beistand von Pfarrer Brunner (Bernhard Wicki). Er weicht dem Todeskandidaten nicht von der Seite, obwohl es eine sehr unruhige Nacht wird. Zur gleichen Zeit steht der Aufbruch der Deutschen nach Stalingrad bevor. In einem kleinen Zimmer verbringt Hauptmann von Arnim (Erik Schumann) die letzte Nacht mit seiner Verlobten Melanie (Ulla Jacobsson). Auch er weiß, dass der Tod auf ihn wartet.


Ann Savo in "Unruhige Nacht"

Film Revue

Einmal Deutschland und zurück

Die Rolle der ukrainischen Geliebten übernahm die Finnin Ann Savo. Sie wurde am 6. August 1932 unter dem bürgerlichen Namen Anneli Helena Savolainen geboren. Unter dem Namen Anneli Sauli wurde sie 1953 für ihren ersten Film "Me tulemme taas" engagiert. Später legte sie sich den Künstlernamen Ann Savo zu. Zwischen 1960 und 1964 lebte und arbeitete die Schauspielerin in Deutschland. Die Rolle der Verführerin lag ihr besonders. Nachdem sie zwei gescheiterte Beziehungen hinter sich hatte, kehrte Savo 1965 nach Finnland zurück und heiratete Jaakko Pakkasvirta. Die Ehe hielt drei Jahre. Insgesamt war die Finnin zwei Mal verheiratet. Eine Tochter ging aus diesen Ehen hervor.
Von  Isabel Pluta/Filmreporter.de,  7.10.2015

Zum Thema

Filmplakat zu Unruhige Nacht

Unruhige Nacht

Obergefreiter Fedor Baranowski (Hansjörg Felmy) muss fliehen, weil er auf einem Wehrmachtsformular einen Liebesbrief an seine ukrainische... mehr
Ann Savo in "Unruhige Nacht"

Anneli Sauli

Anneli Sauli wird am 6. August 1932 unter dem bürgerlichen Namen Anneli Helena Savolainen geboren. Die finnische Darstellerin ist auch als Ann Savo bekannt.... weiter

Falk Harnack

Falk Harnack, der über den Dramatiker Karl Bleibtreu promovierte, begann als Theaterregisseur am Nationaltheater Weimar, bis er 1940 zur Wehrmacht... weiter

Weitere Retronews

Claudette Colbert

Erfolg auf ganzer Linie

Wir schreiben das Jahr 1934. Es gehört schon sehr viel Talent dazu, wenn man sich als US-Star auf... weiter
Lilian Harvey mit Werner Stammer und seiner Frau Lisa

Lilian Harveys Memoiren

Wer viel erlebt, schreibt seine Memoiren jung. Genug zu erzählen hat Lilian Harvey sicher. Die... weiter
Humphrey Bogart als paranoider Kapitän Van Johnson

Schurke aus Leidenschaft

Das Raubein Humphrey Bogart gibt mal wieder den Bösewicht. Nachdem wir uns in Kinofilmen wie "African... weiter