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Die unentschuldigte Stunde
Unentschuldigte Stunde

Willi Forst in der Schule

Lange war es um Willi Forst ("Dieses Lied bleibt bei Dir") ruhig gewesen. Der große Ruhm blieb aus. Nun erscheint am 29. August 1957 sein neues Werk. Der Darsteller, der sich mittlerweile aufs Regiefach festgelegt hat, drehte "Die unentschuldigte Stunde" mit Adrian Hoven ("Zwei Herzen voller Seligkeit"). Die Komödie basiert auf dem gleichnamigen Theaterstück von Stefan Bekeffi und Adorian Stella. Schon einmal wurde es 1937 vom österreichischen Regisseur E. W. Emo verfilmt. Forst tat es seinem Landsmann nun gleich, wie die Zeitschrift Film und Frau in ihrer 3. Vierteljahrs-Ausgabe 1957 schreibt.
Von  Isabel Pluta/Filmreporter.de,  4. Januar 2016

Die unentschuldigte Stunde

Die unentschuldigte Stunde

Zurück zur Schule
Biggi Jäger (Erika Remberg) ehelicht den Arzt Dr. Hans Weiringk (Adrian Hoven). Schon bald muss sie erkennen, dass ihr Angetrauter zu sehr mit seinem Beruf beschäftigt ist, um sich um sie zu kümmern. Biggi fühlt sich vernachlässigt und schmiedet einen Plan: Sie will das Abitur nachholen. Heimlich schleicht sie sich fortan jeden Tag in die Schule und gibt sich als Achtklässlerin aus. Nur Haushälterin Resi (Alma Seidler) weiß Bescheid und schmiert der Dame täglich das Pausenbrot.

Doch Eheleben und heimliches Lernen unter einen Hut zu kriegen, ist nicht leicht. Der Gatte hegt den Verdacht, seine Frau vergnüge sich anderweitig und die Schuldirektorin wird auf Birgits mangelhafte Noten aufmerksam. Sie stellt ihr den Nachhilfelehrer Fabian (Josef Meinrad) zur Seite, der sich prompt in seine Schülerin verliebt. Biggi hat nur zwei Dinge im Sinn: das Abitur nachholen und die gemeinsamen Stunden mit ihrem geliebten Mann genießen. Doch Turbulenzen sind leider nicht zu vermeiden…

Die unentschuldigte Stunde

Die unentschuldigte Stunde

Willi Forsts Entdeckungen
"Die unentschuldigte Stunde" war Willi Forsts vorletztes Regiewerk. Im gleichen Jahr folgte nur noch "Wien, du Stadt meiner Träume". Im Musikfilm übernahm wieder Adrian Hoven die Hauptrolle. Der Regisseur war dafür bekannt, damals neuen Gesichtern wie Hilde Krahl ("Serenade"), Ilse Werner ("Bel Ami") und Hildegard Knef ("Die Sünderin") zur Berühmtheit zu verhelfen. Bevor sich Forst aus dem Filmgeschäft zurück zog, machte er noch eine letzte Entdeckung: In "Die unentschuldigte Stunde" besetzte er ein junges Mädchen für die Nebenrolle einer Gymnasialschülerin. Es war Senta Berger, die ihr Filmdebüt gab. Der Regisseur entdeckte die damals 16-Jährige und legte den Grundstein für ihre bis heute andauernde Karriere.
Isabel Pluta/Filmreporter.de - 4. Januar 2016
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