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Hardy Krüger

Film Revue

Prügeleien, Film, Krieg
Hardy Krügers Jugend
Ein kleiner, zarter Junge boxt sich durch. Hardy Krüger erkämpft sich zu Schulzeiten in Faustkämpfen und Prügeleien ein gewisses Ansehen gegenüber den Raufbolden in seinem Umfeld. Er will sich von keinem etwas sagen lassen und riskiert schon mal ein blaues Auge - sehr zur Besorgnis seiner Mutter. Besonders oft hat er sich mit Hanne geprügelt. Trotz der Schlägereien entwickelte sich zwischen den beiden eine anhaltende Freundschaft. Die Filmrevue nimmt in ihrem Heft vom 10. Mai 1960 noch weitere Ereignisse aus der Kindheit und frühen Jugend des Schauspielers Hardy Krüger in den Fokus.
Von  Lena Pauli/Filmreporter.de,  22.08.2016
Hardy Krüger

Film Revue

Stammplatz im Kino

Hardy Krüger kommt früh mit dem Film in Berührung. Zum Haus, in dem der Bub in den 1930er Jahren aufwächst, gehört ein Kino. In der zehnten Reihe hat er seinen Stammplatz, der nie verkauft und immer für ihn reserviert wird. Besonders Wildwestfilme haben es dem Jungen angetan. In der Schule und bei Weihnachtsaufführungen spielt er Theater, aber noch kann er sich nicht vorstellen, das später einmal beruflich zu machen. Im kleinen Hardy schlägt das Herz eines Abenteurers: er will lieber Forscher, Offizier oder Flieger werden.

Zu der Zeit stellt der Drill und die Prodaganda der Hitlerjugend sportliche Aktivitäten vor intellektuelle. Dass die menschenverachtende Ideologie auch beim jungen Krüger Anklang fand, könne man ihm der Filmrevue zufolge aber nicht zum Vorwurf machen. Auf den schädlichen Einfluss der bild- und wortmächtigen Demagogie der Nationalsozialisten seien viele junge Männer hereingefallen. Mit 15 Jahren zieht es Hardy dann doch zur Schauspielerei und er steht zum ersten Mal für Alfred Weidenmanns "Junge Adler" vor der Kamera.


Hardy Krüger

Film Revue

Jung an die Front

Propagandaminister Joseph Goebbels zeigte sich von der UFA-Produktion "Junge Adler" angetan. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die Aufführung des Films zeitweise verboten. Ihm wurde vorgeworfen, Kriegsbegeisterung geweckt zu haben und die NS-Zeit zu verklären. Der junge Hardy Krüger wurde 1945 im Voralpenland für den Wehrdienst eingesetzt. In Tirol geriet er in amerikanische Kriegsgefangenschaft. Nach dem Krieg arbeitete Krüger zunächst als Statist am Hamburger Schauspielhaus, bevor er in Deutschland und später auch international als Schauspieler Karriere machte. Im Laufe seiner Karriere war er an der Seite von renommierten Schauspielern wie John Wayne, Richard Burton und Sean Connery zu sehen.
Von  Lena Pauli/Filmreporter.de,  22.08.2016

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