Film und Frau
Maria Fris in "Das Meer"
Wechsel an Hamburgische Staatsoper
Retro News: Begründet Maria Fris eine neue Ära?
Intendant Rolf Liebermann hat die beliebte Maria Fris als erste Solotänzerin für die Hamburgische Staatsoper verpflichtet. Dies berichtet Gertrude Stolte-Adelt in der Oktober-Ausgabe der Frauenzeitschrift Film und Frau aus dem Jahr 1960. Zuvor tanzte Fris jahrelang an der Seite des berühmten Maurice Béjart. Dieser schrieb für seine Muse das Stück "Das Meer".
erschienen am 9. Dezember 2017
Film und Frau
Maria Fris in "Endstation Sehnsucht"
Ein Leben für die Kunst
Da der Deutschen nach einiger Zeit das ständige Reisen durch Europa zu viel wurde, unterschrieb sie in Hamburg. Zusammen mit Liebermann, soll Fris eine neue Ära des Balletts der Hansestadt begründen.

Fris ist bereits von Geburt an mit Theater- und Fernsehbühnen vertraut. Schon als Baby ist sie an der Seite ihrer Mutter in verschiedenen Filmen zu sehen. Im Alter von 16 Jahren hat Fris ihren ersten Soloauftritt und feiert einen großen Erfolg mit Leo Spies' Oper "Don Quijote".

Im Fernsehballett "Endstation Sehnsucht" stellt sie neben ihrem tänzerischen Talent auch ihre schauspielerischen Fähigkeiten unter Beweis. Das Musical "Das tanzende Herz" von Wolfgang Liebeneiner ist ihr filmischer Höhepunkt.
Film und Frau
Maria Fris als Tänzerin "Endstation Sehnsucht"
Tragischer Tod
Maria Fris war nur ein Jahr an der Hamburgischen Staatsoper beschäftigt. Die 29-jährige beging am 27. Mai 1961 in Hamburg Selbstmord. Ihr Alter ist nicht exakt bekannt, ihr Geburtsjahr wird auf das Jahr 1932 geschätzt. Die Tänzerin habe sich aus 18 Metern Höhe, vom Schnüreboden des Opernhauses auf die Bühne gestürzt.

Dies berichtete das Nachrichtenmagazin Der Spiegel in seiner Ausgabe vom 7. Juni 1961. Zuvor hatte Fris aufgrund einer Sehnenzerrung an beiden Fußgelenken längere Zeit pausieren müssen. Ob darin die Gründe für den Freitod der Künstlerin zu suchen sind, schreibt das Magazin nicht. Die Urne von Fris, wurde auf dem Friedhof Ohlsdorf in Hamburg beigesetzt.
erschienen am 9. Dezember 2017
Zum Thema
Susanne (Gertrud Kückelmann) ist die Tochter des Hofmechanikers Haberling (Paul Henckels). Ihr Vater hat nach ihrem Abbild eine tanzende Puppe geschaffen, die beim Geburtstagsessen des Fürsten erstmals vortanzen soll. Das Lexikon des internationalen Films bezeichnet Wolfgang Liebeneiners Werk als eine "biedermeierliche Commedia im Stil von Hoffmanns Erzählungen, ein mit Geschmack und Fröhlichkeit zubereitetes Filmmärchen, das auch choreographisch gefällt."
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2022