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Brigitte Bardot
Schönheiten umgarnen Kaiser

Brigitte Bardot als Neros Frau

Derzeit entsteht die Filmsatire "Kaiser Neros großes Wochenende" mit internationaler Star-Besetzung. Alberto Sordi verkörpert Nero, der aus Italien stammende Vittorio de Sica den Philosophen Seneca. Pure Schönheit strahlen die weiblichen Hauptrollen aus. Die Amerikanerin Gloria Swanson schlüpft in die Haut von Agrippina, die Französin Brigitte Bardot spielt Neros Ehefrau Poppäa. Die Zeitschrift Münchner Illustrierte berichtet am 21. Januar 1956 über ihren Besuch auf dem Set.
Von  Indra Fehse/Filmreporter.de, 30. Januar 2018

Brigitte Bardot und Kaiser Nero.

Brigitte Bardot und Kaiser Nero.

Mord und Totschlag im Kaiserreich
Brigitte Bardot verkörpert mit ihrer natürlichen Eleganz eine Frau, die meisterhaft eine Intrige nach der anderen spinnt, um endlich an die Macht zu gelangen. Regisseur Steno kreiert mit "Kaiser Neros großes Wochenende" jedoch eine Komödie. Die reale Niederträchtigkeit der historischen Personen kommt also nur unter dem Deckmantel der Komik ans Licht.

Gemeinsam mit weiteren Gästen befindet sich Kaiser Nero im Urlaub am Meer. Dort plant er eine große Show, in welcher er der Star ist. Das Auftauchen seiner Mutter trübt allerdings die Vorfreude. Sie will, dass er so schnell wie möglich Britannien erobert. Mit dieser Forderung geht der Ärger erst richtig los. Vor Neros Show finden daraufhin unzählige Mordversuche statt - fast wie zu damaligen Zeiten im Römischen Reich.

Flirteleien zwischen dem römischen, kaiserlichen Ehepaar.

Flirteleien zwischen dem römischen, kaiserlichen Ehepaar.

Weiterhin in den Schlagzeilen
Mit der Satire über die historische Regentschaft Neros gewann die Filmbelegschaft rund um Brigitte Bardot zwar keine ruhmreichen Preise, amüsierte aber mit den zahlreichen Intrigen das Publikum. "Mio Figlio Nerone", wie der Originaltitel lautete, gehörte zu Bardots ersten Schauspielerfahrungen. Während der 1950er und 1960er Jahre gehörte die Französin zu den meistfotografierten Menschen Europas und trieb ihre Karriere als Schauspielerin erfolgreich voran. Das französische Sexsymbol beendete ihre Filmkarriere 1973 mit "L'Histoire très bonne et très joyeuse de Colinot Trousse-Chemise".

Nichtsdestotrotz blieb Bardot in den Schlagzeilen. Zunächst engagierte sie sich für Tierrechte und machte in diesem Zusammenhang vor allem auf die Brutalität der Robbenjäger aufmerksam. Zuletzt erreichte sie zweifelhafte Popularität durch ihre Unterstützung des rechtsstehenden Politikers Jean-Marie Le Pen. Seit den 1990ern wurde Bardot sogar mehrfach wegen Anstiftung zum Rassenhass angeklagt und verurteilt. Ihren Fans hätte es sicherlich besser gefallen, sie aufgrund schauspielerischer Leistungen im Rampenlicht zu sehen...
Indra Fehse/Filmreporter.de - 30. Januar 2018
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