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Pier Paolo Pasolini, Pasolini Prossimo Nostro (Person 06) 2006La Biennale

Pier Paolo Pasolini

Geboren
05. März 1922
Gestorben
02. November 1975
Alias
P.P. Pasolini
Tätig als
Darsteller, Regisseur, Drehbuch, Kamera, Musik
Links
IMDB
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|0  katastrophal
brilliant  10|
10,0 (1User)
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Pier Paolo Pasolini: Filmografie

2017 
Maria by Callas
Dokumentarfilm - Frankreich
2008 
La rabbia di Pasolini
Dokumentarfilm - Italien
2006 
Pasolini prossimo nostro
Dokumentarfilm - Italien/Frankreich
1999 
Una disperata vitalità
Dokumentarfilm - Italien
1997 
Le bassin de J.W.
Komödie - Portugal/Frankreich
1995 
L'intesa
- Italien
1988 
L'altro enigma
TV-Film - Italien
1981 
Calderon
- Italien
1981 
Mulheres... Mulheres
Drama - Brasilien
1977 
Laboratorio teatrale di Luca Ronconi
TV-Film, Dokumentarfilm - Italien
1975 
Skizzen für eine afrikanische Orestie
Dokumentarfilm, Drama - Italien
1975 
Salo oder die 120 Tage von Sodom (WA)
Drama - Italien/Frankreich

Pier Paolo Pasolini: Preise

1968
Nominierung Goldener Löwe (Internationale Filmfestspiele Venedig )
1971
Silberner Bär - Großer Preis der Jury (Internationale Filmfestspiele in Berlin (Berlinale) )
1972
Goldener Bär für den besten Film (Internationale Filmfestspiele in Berlin (Berlinale) )
2004
Großer Preis der Jury (Internationale Filmfestspiele in Cannes )

Pier Paolo Pasolini: Galerie

Pasolini prossimo nostro: Pier Paolo Pasolini

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Pier Paolo Pasolini: Vita

Dass der Mensch nicht nur in konventionellen, heterosexuellen Beziehungen ein erfülltes Liebesleben erfahren kann, stellt Pier Paolo Pasolin bereits in den 1940er Jahren fest. Doch die Anziehung, die junge Männer auf ihn haben, wird nicht nur in seinem friaulischen Heimatstädtchen Casarsa della Delizia in Venetien nicht gern gesehen. Pasolini ist in seinen 20ern, als Italien an der Seite Nazideutschlands in den Zweiten Weltkrieg eintritt. Pasolini verliert einen Bruder, der als Angehöriger einer katholischen Partisanengruppe gegen den italienischen Faschismus kämpft. Die Enge und die Engstirnigkeit in der Kleinstadt vertreibt Pasolini, er zieht nach Rom. Dort wird er bald in die intellektuellen Kreise der Metropole aufgenommen.

Er schreibt seinen ersten Roman "Ragazzi di Vita"(1955), der im kleinkriminellen Vorstadtmilieu spielt und wie viele seiner Arbeiten neben gesellschaftlichen Fragen auch die Sexualität thematisiert. Das Buch sorgt für Furore, der Autor wird der Verbreitung unzüchtiger Schriften angeklagt. Doch dieser schreibt unbeirrt weiter, neben Prosa bald auch Drehbücher, darunter "Das süße Leben", welches Federico Fellini im Jahr höchst erfolgreich 1959 inszenieren wird. Außerdem verfasst er Kolumnen für linksintellektuelle Zeitungen und Zeitschriften.

Dann beginnt Pasolini selbst, Filme zu drehen. In ihnen übt er Kritik an der katholisch-konservativen, prüden Gesellschaft Italiens der Nachkriegszeit. Er provoziert mit sozialkritischen Filmen, in denen Stricher, Räuber, Bettler, also meist Außenseiter als antibourgeoise Helden auftreten, die viele Beziehungskonstellationen durchspielen.

Im November 1975 findet die Provokation ein blutiges Ende. Am Stricherstrand von Ostia, der Küste des Tyrrhenischen Meeres, wird der leblose Körper Pasolinis gefunden. Die Todesursache ist klar: der Regisseur mehrfach wurde überfahren, Todesfahrzeug sein eigenes Auto. Unklar ist, wer die Tat in der Nacht von Allerheiligen auf Allerseelen begangen hat. Ein Strichjunge namens Dino Pelosi gesteht die Tötung schließlich, verstrickt sich dabei aber in Widersprüche. Letztlich können die Todesumstände von Pasolini nicht restlos aufgeklärt werden. Deshalb ranken sich um den Mord und seine Motive zahlreiche Legenden.

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