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Will Smith
Sony Pictures

Hollywoods erfolgreichste Bank: Will Smith

Hip Hop in Hollywood
Mit gerade mal 39 Jahren ist Will Smith zum Kassenengel Hollywoods herangereift. Doch was war vor Blockbustern á la "Hancock", "Ali" und "Bad Boys - harte Jungs"? "Fresh Prince" rappt bereits als zwölfjähriger, sieben Jahre später räumt er mit seinem Partner DJ Jazzy Jeff den ersten Grammy für einen Hip Hop-Song ab. Die Musik macht Will zum Millionär, doch der hat nicht gelernt mit dem vielen Geld umzugehen. Die Millionen sind noch schneller verprasst als eingenommen, was soll der bankrotte Jungstar Anfang 20 nun mit seinem Leben anfangen? Ein Sitcom-Produzent kennt die Antwort...
Von  Ann-Catherin Karg/Filmreporter.de,  8. Juli 2008
Will Smith in "Bad Boys 2"
Sony Pictures
Will Smith in "Bad Boys 2"

Rap-Millionär

Seinen Spitznamen "Fresh Prince" bekommt Will schon als Kind, weil er sich durch seine frech-charmante Art aus jedem Schlamassel herausredet. Seine unglaubliche Energie lässt der Junge in den Sprechgesang fließen. Als Zwölfjähriger hat er die wichtigsten Hip-Hop-Moves drauf und textet auch schon selbst. Ein paar Jahre später heizt er als DJ den Club-Besuchern von Westphiladelphia ordentlich ein. Der kommerzielle Erfolg stellt sich ein, als sich Will im Alter von 16 Jahren mit Jeff Townes zusammen tut. Das Rap-Duo DJ Jazzy Jeff & The Fresh Prince produziert mehrere erfolgreiche Alben. 1989 dann der große Coup: "Parents Just Don't Understand" erhält als erster Rapsong überhaupt einen Grammy, den wichtigsten Preis der Popbranche. Zwei Jahre später kann das Duo mit "Summertime" den Erfolg wiederholen. Der bombastische Erfolg steigt Will zu Kopf. Von einem Moment zum anderen Millionär geworden, geht er nicht sehr klug mit seinem Vermögen um. Der Hip-Hoper kauft so lange teuren Schmuck, Autos und anderen Schrott, bis alles weg ist!


"I, Robot - Fehler im System"
Fox
"I, Robot - Fehler im System"

Bel-Air wird Sprungbrett für Hollywood

Welch ein Glück, dass Produzent Benny Medina auf den schlaksigen 1,89 m Jüngling aufmerksam wird. Ihm imponiert der freche Farbige mit dem losen Mundwerk, der die Schicki-Micki-Gesellschaft von Beverly Hills aufmischt. Schnell ist die Idee geboren, Smith in den Mittelpunkt einer Fernsehserie zu stellen. Von 1990 bis 1996 produziert der Fernsehsender NBC "Der Prinz von Bel-Air", im Original "The Fresh Prince of Bel-Air". Hauptfigur "Will Smith" hat so einiges mit dem echten Will gemein, und auch Rap-Partner Jazz tritt unter eigenem Namen auf. Unter Teenagern wird die Serie zum Kult, Smiths Popularität schwappt ins nahe gelegene Hollywood. 1995 bietet Regisseur Michael Bay dem "Fresh Prince" eine Hauptrolle im Actionthriller "Bad Boys - harte Jungs" an. Damit ist der Durchbruch geschafft, Schlag auf Schlag folgt ein Hollywood-Projekt auf das andere. Roland Emmerich engagiert den schwarzen Beau für das Science-Fiction-Abenteuer "Independence Day", mit Barry Sonnenfelds "Men in Black" geht die Jagd auf Aliens und die Kinokassen noch erfolgreicher weiter.


Ali
Universum Film
Ali

Vom Action- zum Charakterdarsteller?

1999 dann der erste Fehlgriff: Will Smith schlägt die Rolle des Neo in "Matrix" aus, mit der Keanu Reeves einen Riesenerfolg einfährt. Und das ausgerechnet wegen der Westernkomödie "Wild Wild West", dem laut Smith schlechtesten Film, in dem er je mitgespielt hat. Spätestens 2001 ist der Schmerz vergessen. Die Hauptrolle in Michael Manns Drama "Ali" über Boxer Muhammad Ali bringt Smith die erste Oscar-Nominierung, 2006 wird die Academy wieder auf ihn aufmerksam und nominiert ihn für die Rolle im Drama "Das Streben nach Glück". Obwohl Smith keinen der Goldjungs mit nach Hause nehmen kann: Vom Image des Komödienblödlers und Actiondarstellers hat er sich ein wenig frei gemacht, auch wenn die beiden Genres seine bevorzugten bleiben.


Will Smith rettet Ehen, Leben und die Welt
Sony Pictures
Will Smith rettet Ehen, Leben und die Welt

"Fresh Prince" gründet Familie

Smith wird wohl nicht so schnell vergessen, wie seine Darstellerkarriere begann. Schließlich fällt seine erste Ehe mit Sheree Zampino in die Zeit des "Prinz von Bel-Air", mit der Will seinen zweiten Durchbruch schaffte. Drei Jahre hält die Liaison, die 1995 offiziell für beendet erklärt wird. Eine bleibende Erinnerung ist der gemeinsame Sohn Willard Smith III, den sein Umfeld gnädigerweise "Trey" nennt und der nach der Scheidung der Eltern bei seiner Mutter aufwächst. "Der Prinz von Bel-Air" wirkt bis heute ins Privatleben des Hollywood-Schauspielers nach. Am Set lernt er nämlich seine spätere Ehefrau Jada Pinkett kennen, die sich auf die Rolle der Freundin des Protagonisten bewirbt. Mit ihren 1,52 m Körpergröße wird sie für zu klein erachtet, die Rolle bekommt eine andere. Im wahren Leben sieht die Sache anders aus: Will Smith und Jada Pinkett heiraten 1997. Ein Jahr später wird Sohn Jaden geboren, 2000 folgt Tochter Willow. Die Kinder kommen ganz nach ihren Schauspieler-Eltern. Beide standen schon mit ihrem Daddy vor der Kamera: Jaden im Drama "Das Streben nach Glück" und Willow im Science-Fiction-Streifen "I Am Legend".


Hancock
Sony Pictures
Hancock

Fasziniert von Hubbard?

Anders als bei vielen Hollywood-Stars ist es bei den Smiths nicht das Familien- und Eheleben, das regelmäßig für Schlagzeilen sorgt. Vielmehr erhitzt eine Glaubensfrage die Gemüter: Sind Will und Jada Anhänger der umstrittenen Scientology-Kirche? Seit langem kursieren Gerüchte über eine Mitgliedschaft in der Sekte, nicht zuletzt angeheizt durch die Freundschaft mit dem bekennenden Vorzeigescientologen Tom Cruise und dessen Frau Katie Holmes. Die Gründung der Privatschule "New Village Academy" in Los Angeles durch Will und Jada Smith bildet einen vorläufigen Höhepunkt der Diskussion. Angeblich gehören einige Lehrer der Organisation an und sollen nach Lehrmethoden von Scientology unterrichten. Die Tore der Schule öffnen sich im September 2008, dann wird man vielleicht Näheres erfahren. Bisher dato bestritt das Promi-Paar stets zu den Anhängern von L. Ron Hubbard zu gehören.
Von  Ann-Catherin Karg/Filmreporter.de,  8. Juli 2008

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