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flash of genius

Kinowelt Filmverleih

Entertainer wird Filmstar

Nice Guy Greg Kinnear

Greg Kinnear ("Flash of Genius") fällt eigentlich nicht besonders auf. Wenn man sich die Liste der Filme ansieht, in denen er mitgespielt hat, ist man schon erstaunt. Ach, da war er auch dabei? Oder hätten sie gewusst, dass der smarte Greg schon 1998 der Nebenbuhler von Tom Hanks in "E-Mail für Dich" war? Wenn man sich Greg heute anschaut, könnte man denken, ach, hätte sich Meg Ryan doch bloß für ihn entschieden. Mittlerweile ist auch seine Filmkarriere richtig ins Rollen geraten.

Greg Kinnear in "Unbesiegbar - Der Traum seines Lebens"

Walt Disney Studios

Aus der zweiten Reihe

Dabei ist er uns doch schon viel früher aufgefallen. Ein Jahr vor der langweiligen Schmonzette "E-Mail für Dich" musste Greg sich von dem neurotischen Jack Nicholson piesacken lassen. Als schwuler Nachbar Simon Bishop war er in "Besser geht's nicht" auf die Hilfe von Melvin Udall angewiesen und musste es ertragen, dass sein Schoßhündchen Verdell den Misanthropen Melvin lieber mag. Für seine Darstellung des schwulen Künstlers wurde er sogar für den Oscar als bester Nebendarsteller nominiert. Die Produzenten hatten da ein Auge auf ihn geworfen. Greg ist nun regelmäßig in teuren Produktionen zu sehen. Allerdings spielt er selten die Hauptrolle, nie ist er der Star des Films. Aber es gelingt ihm immer auf eine angenehme Weise Nebenfiguren Profil zu verleihen.


Greg Kinnear in "Mord und Margaritas"

Buena Vista International

Er spielt sich selbst

Greg Kinnear wird am 17. Juni 1963 in einer Kleinstadt in Indiana geboren und wächst mit zwei Brüdern auf. Sein Vater ist Diplomat und die Familie lebt zeitweise in Beirut und Athen, wo er auch zur Schule geht. Greg plant nicht, Schauspieler zu werden. Es lange Zeit eher so aus, als würde er eine Karriere als Entertainer anstreben. Bereits in der Schule in Athen hat er seine eigen Radioshow beim Schulradio. Zurück in den Vereinigten Staaten schreibt er sich an der University of Arizona ein, um Journalismus zu studieren. Im Gegensatz zu vielen anderen Schauspielern schließt Greg sein Studium 1985 auch ab. Er geht zum Fernsehen. 1994 bekommt er schließlich seine eigene Talkshow "Later with Greg Kinnear", die er nicht nur moderiert, sondern auch produziert und die Drehbücher schreibt. Im gleichen Jahr hat er aber auch seine erste größere Filmrolle - als Talkshow-Moderator in der Comedy-Satire "Blöd-Man". Als junger Playboy in Sydney Pollacks Remake "Sabrina" mit Harrison Ford mit zieht er erstmals international Aufmerksamkeit auf sich.


Greg Kinnear

Kinowelt Filmverleih

Ein Traummann

Kinnears Rollen sind vielfältig. Mal spielt er in großen Produktionen, mal in kleinen Independent-Filmen. Aber meistens ist er der Good Guy. Das mag an seinem Aussehen liegen, denn Greg sieht einfach wie ein netter Kumpel-Typ aus. Seine Augenbrauen zieht er manchmal zu einem treuherzigen Hundeblick hoch, sein Lächeln ist meist etwas schief. Das bemerkt übrigens auch Filmtochter Miley Cyrus in "Mit dir an meiner Seite". In dem Drama aus der Feder von Tränenspezialist Nicholas Sparks spielt Greg einen Vater, der sich vor seinem Tod noch mit seiner Tochter aussöhnen möchte. Aber auch wenn er manchmal etwas verloren aussieht und man ihn am liebsten erst mal mit einer heißen Suppe aufpäppeln will, bleibt er doch immer ein Frauentyp. So sind ihm auch Ashley Judd und Ellen Barkin in Männerzirkus verfallen. Die nutzt er als Frauenheld aus, um seine Karriere als Fernseh-Journalist voranzutreiben. Im wahren Leben ist Greg aber so, wir ihn sich seine weiblichen Fans erträumen. Seit 1999 ist er mit Helen Labdon verheiratet. Ohne Skandale, obwohl sie ein ehemaliges Seite 3 Glamour Girl ist. Doch in der Boulevard-Presse ist das Paar so gut wie nie zu finden. Im Gedächtnis bleibt er uns als schwuler Nachbar von Jack Nicholson oder als gestresster Vater einer schrulligen Familienbande in dem Kinoerfolg "Little Miss Sunshine". Und wir sind uns sicher, für seine eigenen drei Töchter würde Greg Kinnear auch einen turbulenten Roadtrip auf sich nehmen, um sie glücklich zu machen.

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