Starfeature
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Sie liebt es starke Frauen zu spielen: Milla Jovovich
Das starke Glamourgirl
Von Kiew nach L.A.: Milla Jovovich
Ob kurzer Bubikopf, blonde Marilyn-Frisur oder rote Locken - Milla Jovovich hatte alles schon einmal. Doch nicht nur was ihre Frisur angeht, ist der Star sehr wandlungsfähig. Auch in ihrem Schaffen ist sie sehr vielseitig. Sie ist erfolgreiches Model, Schauspielerin, Musikerin und hat daneben auch ein eigenes Modelabel. Dass sie so erfolgreich ist, hat jedoch nichts mit Zufall zu tun. Schon als kleines Mädchen legte ihre Mutter die Weichen für die Karriere.
Von  Daniela Truttmann/Filmreporter.de,  2. Dezember 2020
© Constantin Film
Finaler Auftritt von Milla Jovovich in "Resident Evil: The Final Chapter 3D"
Mit gerade mal elf Jahren ist die junge Ukrainerin Milla Jovovich1986 bereits für die Revlon-Kampagne "Most unforgettable Women in the World" engagiert und ist somit das jüngste Model, das je das Cover einer Modezeitschrift zierte. Dieser Erfolg bereits in jungen Jahren kam nicht von ungefähr. Hinter der jungen Schönheit steht eine ehrgeizige Mutter. Die Bühnenschauspielerin Galina Jovovich weiß früh, wohin sie ihre Tochter bringen will. Sie schickt das Kind zum Schauspielunterricht, zu Castings und Modeshows. Der Erfolg bleibt nicht aus. Kurz nach der Revlon-Kampagne steigt Milla in den Olymp der Supermodels auf. Prinzipiell ändert sich mit dem Erfolg nicht viel für das Mädchen. Die ersten Jahre seines Lebens pendelt es regelmäßig zwischen Kiew und London, wo ihr Vater studiert. Nach dessen Studium siedelt die Familie nach Kalifornien um, um Millas Karriere weiter zu pushen.

Mutter Galina gibt dafür ihre eigene Karriere auf und arbeitet fortan als Haushaltshilfe. Der Pendelalltag geht für die junge Milla aber weiter. Der Unterschied zu früher besteht beim Herumreisen für Aufträge darin, dass es bezahlt ist. So sieht Jovovich auch heute ihre Schönheit als ihr größtes Kapital: "Die Schönheit war sehr gut zu mir. Sie gibt mir die finanzielle Unabhängigkeit. Ich mache Geld mit meinem Gesicht und das ist ziemlich verblüffend, wie ich finde."
© Universum Film
Milla Jovovich ist "Das fünfte Element" (Le cinquième élément , 1997)
Durchbruch in "Das fünfte Element"
Obwohl auf Erfolg getrimmt, ist Milla Jovovich kein einfaches Kind. Sie rebelliert gegen ihre Umwelt, schmeißt die Schule und brennt nach Las Vegas durch. Dort heiratet sie als 16-Jährige den Schauspieler Shawn Andrews. Als Grund für die Hochzeit gibt sie an: "Damals ging es mir darum, eine Bankkarte zu bekommen." Ihre Mutter annulliert kurz darauf das Eheversprechen. Jovovich zieht nach diesen Eskapaden nach London um, veröffentlicht ihr erstes Album, "The Divine Comedy," mit selbst verfassten Songs. Außerdem fasst sie langsam Fuß beim Film. Bereits 1991 steht sie für "Rückkehr zur Blauen Lagune" vor der Kamera. Erst sechs Jahre später schafft sie jedoch den wirklichen Durchbruch im Filmgeschäft.

Als fragiles Überwesen Leeloo in Luc Bessons "Das fünfte Element" wird sie fast über Nacht berühmt. Unter den beruflichen Erfolg mischt sich auch kurzzeitig privates Glück. Während den Dreharbeiten verliebt sich Jovovich in Luc Besson, die beiden heiraten. Bei weiteren gemeinsamen Dreharbeiten zu "Johanna von Orleans", nach nur zwei Jahren, wird die Ehe jedoch wieder geschieden. Dieser Dämpfer tut ihrer Karriere aber keinen Abbruch. Sie bekommt Filmrollen angeboten, modelt weiter und veröffentlicht ihr zweites Album, "The Peopletree Sessions". So gut ihre Karriere auch läuft, privat scheint ihr das Glück nicht so hold zu sein. Sie selbst meint zu ihren zahlreichen Beziehungen mit Arbeitskollegen: "Ich habe noch nie eine Liebe gefunden, von der ich erwartete, dass sie für immer sei." Weshalb sie sich nicht einen Partner sucht, der nicht im Showbiz ist, erklärt sie so: "Ich arbeite so viel, da habe ich einfach keine Zeit für ein Privatleben. Sie werden mich in Zukunft nicht mit einem Arzt, Anwalt oder Wissenschaftler ausgehen sehen, weil ich ganz einfach keine Zeit für solche Leute habe. Ich hänge mit Musikern, Filmemachern und Models ab." Einige Vorbehalte gegenüber ihren Kollegen hat sie aber trotzdem: "Ich würde nie im Leben was mit einem Model oder Schauspieler anfangen. Männliche Schauspieler sind widerlich. Das sind eitle Primadonnen" Vielleicht gibt Jovovich deswegen in ihren Filmen ihren Kollegen immer gern eins auf die Rübe. Dass sie diese Rollen auf jeden Fall mag, sagt sie selbst: "Ich liebe es, starke Frauen zu spielen."
Von  Daniela Truttmann/Filmreporter.de,  2. Dezember 2020

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