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Interview

Szene aus: Die wilden Kerle

Gastmann, Heppert und Ochsenknecht über Streiche, Hochwasser und Giftgasalarm

Walk on the Wild Side
Joachim Masannek inszenierte mit "Die wilden Kerle" ein unterhaltsames Jugendepos mit Herz, das auch bei Erwachsenen nostalgische Erinnerungen wecken dürfte. Wir trafen drei der wilden Kerle - Constantin Gastmann (13), Florian Heppert (15) und Uwe Ochsenknechts Sohn Wilson Gonzalez (13) - zum wilden Gespräch.
Von  Johannes Bonke/Filmreporter.de,  30. September 2003
Szene aus: Die wilden Kerle
Szene aus: Die wilden Kerle
"Die wilden Kerle", eine lässig-freche Fußballbande im Alter von sechs bis zwölf Jahren, verfolgen ein ehernes Gesetz: "Alles wird gut, solange du wild bist". Vor allem, wenn der dicke Michi am ersten Ferientag den Bolzplatz in Beschlag nimmt, die Eltern Hausarrest verhängen, Mutproben anstehen und plötzlich auch die Mädchen Fußballspielen wollen. Doch jedes Problem ist lösbar, wenn man nur zusammenhält.

Ricore: Hallo Jungs! Fandet ihr die Dreharbeiten eigentlich anstrengend oder eher lustig?

Constantin Gastmann: Es war 'ne Riesengaudi...

Florian Heppert: ...vor allem, weil es für mich der erste Film war. Nur das Aufstehen um sieben Uhr war anstrengend.

Wilson-Gonzalez Ochsenknecht: Ihr seid echt so früh aufgestanden? Ich hab mich immer erst zehn Minuten vor der Abfahrt wecken lassen.

Ricore: Gedreht wurde in Prag. Habt ihr dort viel erlebt?

Florian: Wir waren jede Woche Gokartfahren...

Constantin: ...hatten Hochwasser...

Wilson: ...und wurden wegen Giftgas evakuiert.


Szene aus: Die wilden Kerle
Szene aus: Die wilden Kerle
Ricore: Ihr habt offenbar eine blühende Phantasie!

Wilson: Nein, ganz echt! In der Nähe unseres Jungendcamps war eine Giftgaswolke, die in unsere Richtung zog.

Constantin: Und wegen der Flut mussten wir unser Baumhaus woanders bauen.

Ricore: Eure armen Eltern...

Constantin: Die durften ja ab und zu vorbeikommen.

Wilson: Alle Eltern mussten unterschreiben, dass sie nur dreimal an den Drehort dürfen.

Florian: War vielleicht auch ganz gut so.

Ricore: Was nervt euch denn an den Erwachsenen?

Wilson: Die müssen auch mal nachgeben. Es geht ja nicht, dass man immer auf die Eltern hört.

Florian: Vor allem bei den Hausaufgaben sind sie Besserwisser und nörgeln rum...

Constantin: ...und in der Schule ist dann trotzdem alles falsch.


Uwe Ochsenknecht in: Die wilden Kerle
Walt Disney
Uwe Ochsenknecht in: Die wilden Kerle
Ricore: Und Mädels? Nerven die euch auch?

Constantin: Überhaupt nicht! Schon lange nicht mehr.

Wilson: Wer Mädels nicht mag, mit dem will ich nichts mehr zu tun haben. Und wenn der schon erwachsen ist und ich ein Richter wäre... Ich würde den gleich in den Knast stecken.

Ricore: Im eurem Film geht es auch um Mutproben. Erzählt mal, was ihr so zu bieten habt...

Florian: Kaugummis klauen im Supermarkt.

Constantin: In einen Dornbusch springen. Wie bei "Jackass"!

Wilson: "Jackass" ist das Beste.

Ricore: Was seht ihr sonst noch gerne?

Constantin: "Matrix", "Der Herr der Ringe"...

Wilson: ..."Männer".

Florian: Spielt da nicht dein Vater mit?

Constantin: Bald kommt mein neuer Film "Sams 2" (Sams in Gefahr). Der wird auch toll.

Wilson: Hey, Mann, wir machen hier Interviews zu "Die wilden Kerle", nicht zu "Sams 2"!


Szene aus: Die wilden Kerle
Szene aus: Die wilden Kerle
Ricore: Seid ihr stolz auf euren Film?

Wilson: Wir sind halt die Gewinner aus 10.000 Kindern. Wir haben uns das also verdient. Ist wie bei "Deutschland sucht den Superstar".

Florian: Nur dass wir niveauvoller sind!

Wilson: Wir wollen jetzt auch unbedingt 'nen zweiten Teil drehen.

Constantin: Deswegen geht bitte alle rein, ist auch 'n super Film!

Wilson: Lohnt sich für das Geld wirklich!

Ricore: Ich schau ihn mir an. Mindestens zehn Mal.

Constantin: Danke.

Wilson: Schleimer!
Von  Johannes Bonke/Filmreporter.de,  30. September 2003

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