Interview: Horatiu Malaele zu Stille Hochzeit - Zum Teufel mit Stalin! | FILMREPORTER.de
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Interview

Horatiu Malaele
Komik einer Schreckensherrschaft

Reden und Lieben in der Stille

Was kann an Stalins Tod komisch sein? Regisseur und Drehbuchautor Horatiu Malaele verrät uns, wie er eine Schreckenssituation zugleich komisch und tragisch finden kann und was ihn an der Person des Diktators fasziniert. Das historische Ereignis von Stalins Tod und die Folgen für das rumänische Volk sind Thema in seinem Regiedebüt "Stille Hochzeit - Zum Teufel mit Stalin!". In Rumänien ist er längst eine Schauspielgröße mit komödiantischem Talent. Auch als Regisseur geht ihm sein Humor nicht verloren. Außerdem glaubt er fest an Gespenster und die Macht der Einbildungskraft.
Von  Kristin Voss/Filmreporter.de, 23. November 2009

Stille Hochzeit - Zum Teufel mit Stalin!

Stille Hochzeit - Zum Teufel mit Stalin!

Ricore: Sie haben seit 1975 in vielen Filmen als Schauspieler mitgewirkt. Was ist das für ein Gefühl, als Regisseur auf der anderen Seite zu stehen?

Horatiu Malaele: Der Unterschied ist sehr groß. Es sind zwei verschiedene Berufe. Im einen Fall handelt es sich um meine Person und eine gewisse Strategie, die man fährt. Regisseur und Schauspieler müssen eine Methode entwickeln, um miteinander zu arbeiten. Als Regisseur auf der anderen Seite zu stehen, ist viel komplizierter. Man muss die gesamte Arbeit der Schauspieler organisieren. Auf die Regeln der Dramaturgie ist zu achten. Ebenso muss man alle einzelnen Elemente präzise berücksichtigen, bevor sie ein Gesamtkonzept ergeben.

Ricore: Wie haben Sie die Darsteller ausgesucht?

Malaele: Ich kannte sie sehr gut. Schon lange vorher habe ich mit allen zusammen gearbeitet.

Ricore: War das Verhältnis zu ihnen deswegen freundschaftlicher?

Malaele: Ja, das war von großer Freundschaft geprägt. So konnte ich den Film überhaupt erst realisieren, denn sie haben für sehr wenig Geld für mich gearbeitet. Im Grunde war es ein Freundschaftsdienst.

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