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Interview

Taylor Lautner bei der Pressekonferenz zu "Eclipse - Biss zum Abendrot" in im Juni 2010 in Berlin
Concorde Filmverleih

"Fünf Mahlzeiten am Tag!"

Muskelprotz Taylor Lautner
Bevor Taylor Lautner mit seiner Schauspielkarriere begonnen hat, war er erfolgreicher Karatekämpfer. Schon als Achtjähriger gewann der sympathische Schauspieler zahlreiche Preise. Lautner ist französischer, deutscher, niederländischer und indianischer Abstammung. Für den dritten Teil der "Twilight"-Saga, "Eclipse - Biss zum Abendrot", stand er abermals als Jacob vor der Kamera. Mit uns spricht er über seine Bauchmuskeln und die Bedeutung eines Kusses unter Freunden. Zudem findet er es ganz normal, den Müll raus tragen zu müssen.
Von  Julia Manfredi, Filmreporter.de,  12. Juli 2010
Taylor Lautner bei der Pressekonferenz zu "Eclipse - Biss zum Abendrot" im Juni 2010 in Berlin
Concorde Filmverleih
Taylor Lautner bei der Pressekonferenz zu "Eclipse - Biss zum Abendrot" im Juni 2010 in Berlin
Ricore: Jacob schafft es diesmal fast, das Mädchen zu erobern, oder?

Taylor Lautner: Fast (lacht). Zumindest küssen sie sich und das ist schon mal ein Fortschritt. Aber Edward ist ihm immer noch eins voraus. Ich glaube, am Ende ist Jacob ziemlich frustriert.

Ricore: Wie war es, zum dritten Mal in die Rolle zu schlüpfen?

Lautner: Es hat Spaß gemacht. Er ist erwachsener geworden, das hat mir gefallen. Dadurch hat die Rolle an Tiefe gewonnen.

Ricore: Fällt es Ihnen leichter, Kristen Stewart als eine gute Freundin zu küssen?

Lautner: Es war schon ein bisschen komische, weil wir sehr gute Freunde sind. Nach der Szene haben wir uns angesehen und gesagt: Uhhh, das war komisch. Aber auf der anderen Seite war es durch unsere Freundschaft auch leichter.

Ricore: Im Film sind Sie meist halbnackt zu sehen. Fühlen Sie sich wegen ihrem Aussehen ausgebeutet?

Lautner: Nein, ich komme mir gar nicht ausgebeutet vor. Es ist die Rolle und damit fühle ich mich wohl. Es war nur ein bisschen kalt, die ganze Zeit ohne T-Shirt herum zu laufen. Wir drehten in Kanada und im Herbst kann es dort richtig kalt werden.


Auch Taylor Lautner buhlt um Stellas Gunst in: Eclipse - Biss zum Abendrot
Concorde Filmverleih
Auch Taylor Lautner buhlt um Stellas Gunst in: Eclipse - Biss zum Abendrot
Ricore: Wie halten Sie Ihren Körper fit?

Lautner: Ich trainiere anders und auch härter als die anderen Darsteller. Drei bis fünf Mal in der Woche hebe ich schwere Gewichte. Obwohl ich anfangs Schwierigkeiten hatte, kann ich mittlerweile 300 Pfund beim Bankdrücken stemmen.

Ricore: Was waren das für Schwierigkeiten?

Lautner: Ich habe wie verrückt Gewichte gehoben und immer mehr Körpergewicht verloren. Ich habe einfach zu wenig gegessen. Dann habe ich einen neuen Trainer engagiert, der mir fünf Mahlzeiten am Tag verordnet hat. Ab diesem Zeitpunkt habe ich Muskelmasse zugelegt.

Ricore: Wie eitel sind Sie? Würden Sie all die Muskeln für eine neue Rolle aufgeben?

Lautner: Klar, auf jeden Fall. Ich würde 30 Pfund oder mehr abnehmen, wenn das für eine Rolle erforderlich wäre. Im Moment befinde ich mich aber auf einer sehr strengen Diät, kein Eis, keine Kekse. Manchmal schummel ich aber.

Ricore: In der Schule waren Sie ein erfolgreicher Athlet. Hätten Sie diese Karriere ohne "Twilight" weiterverfolgt?

Lautner: Davon gehe ich aus. Ich liebe Football sehr, was auch eine anstrengende Karriere wäre. Es erfordert sehr viel Anstrengung und Disziplin. Ich versuche aber, den Ball so oft wie möglich zu werfen.


Taylor Lautner in: New Moon - Biss zur Mittagsstunde
Concorde Filmverleih
Taylor Lautner in: New Moon - Biss zur Mittagsstunde
Ricore: Wie hat sich Ihr Leben seit dem Erfolg verändert?

Lautner: Da sage ich immer ganz gerne, dass ich zwei Leben habe. Eines ist das des Schauspielers, das andere mein altes Leben. Ich lebe zu Hause bei meinen Eltern und bringe noch immer den Müll hinaus.

Ricore: Sie bringen den Müll hinaus?

Lautner: Ja, warum klingt das so ungewöhnlich für Sie? Es ist mir wichtig, dieses Leben aufrecht zu erhalten. Das hält mich am Boden.

Ricore: Begleitet Sie Ihre Familie zu den Dreharbeiten?

Lautner: Ja, mein Vater ist viel bei mir. Meine Mutter und meine Schwester besuchen uns viel. Mir gefällt das, dadurch bleibt alles normal.

Ricore: Im Film kämpfen sie um ein Mädchen. Haben Sie das im wahren Leben auch schon getan?

Lautner: Ich würde es zumindest tun. Wäre ich verliebt, würde ich alles tun, um das Mädchen zu erobern. Ich kann ziemlich penetrant sein (lacht).


Taylor Lautner: Sportlich kann ihm kaum jemand das Wasser reichen
Concorde Filmverleih
Taylor Lautner: Sportlich kann ihm kaum jemand das Wasser reichen
Ricore: Welche Ratschläge geben Sie den Leuten, die ein Mädchen beeindrucken wollen?

Lautner: Nun ja, manchmal kommt es gut an, sich rar zu machen. Sobald man das macht, gewinnt man die Aufmerksamkeit des Mädchens.

Ricore: Werden Sie noch immer nervös?

Lautner: Das schon. Zu lustig, dass Kristen und ich, etwa wenn wir auf die Bühne müssen, um einen Preis zu präsentieren, zusammen nervös werden.

Ricore: Was machen Sie mit all dem Geld, das Sie jetzt verdienen?

Lautner: Ich kann gut mit Geld umgehen, ich spare das meiste davon. Noch habe ich mir kein tolles Auto oder ein Haus gekauft. Ich behalte immer im Hinterkopf, dass alles von einem Tag auf den anderen vorbei sein könnte. Ich werde immer eine kleine Rücklage haben, die mich durch schlechte Zeiten bringt.

Ricore: Was würden Sie heute tun, wenn Sie nicht Schauspieler wären?

Lautner: Das kann ich wirklich nicht sagen. Immer wenn ich nicht drehe, gehe ich in eine kleine Universität. Psychologie interessiert mich sehr, mein Vater hat auch einen Abschluss in diesem Fach. So etwas würde mich interessieren. Aber derzeit läuft es ja mit der Schauspielerei ganz gut (lacht).

Ricore: Vielen Dank für das Gespräch.
Von  Julia Manfredi, Filmreporter.de,  12. Juli 2010

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